Jahrzehntelanger Einsatz für Pflanzen, Tiere und Umwelt

von Redaktion

Versammlung der Mühldorfer Kreisgruppe des Bund Naturschutz – Gute Zusammenarbeit mit Unterer Naturschutzbehörde

Mühldorf – Über 60 aktive Naturschützer der Kreisgruppe des Bund Naturschutz blickten bei ihrer Jahresversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurück und diskutierten kommende Projekte. Philipp Wagner und Patrick Schuller von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) berichteten über ihre Arbeit im Landkreis.

Seit einem halben Jahrhundert bringt der Bund Naturschutz Ehrenamtliche im Landkreis zusammen, um sich für Flora, Fauna und eine gesunde Umwelt einzusetzen. Auch 2025 organisierten die örtlichen Gruppen zahlreiche Aktionen und Events, wie Dr. Andreas Zahn, Vorsitzender der Kreisgruppe, berichtete.

In seiner Rückschau berichtete er von 39 Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmenden und einem vielfältigen Programm für die Öffentlichkeit. Vom Besuch bei den Ziegen in der Bund-Naturschutz-Kiesgrube über Naturführungen bis zur spielerischen Umweltbildung bei den „Prima Klima Kids“ konnten Jung und Alt Natur auf vielfältige Weise erleben.

Zudem legten viele Freiwillige Hand an, zum Beispiel bei der Betreuung der Amphibienzäune während der Krötenwanderung, bei der Ausholzaktion in der Bund-Kiesgrube oder beim Anlegen einer Streuobstwiese.

Finanziell steht die Kreisgruppe laut Kassenbericht weiterhin auf soliden Füßen, auch wenn die Spendeneinnahmen noch unter dem Niveau vor der Pandemie liegen. Um künftig größere Projekte umzusetzen, diskutierten die Mitglieder neue Ansätze wie Crowd-funding.

Im angekündigten Schwerpunkt des Abends klärten Philipp Wagner und Patrick Schuller von der UNB im Landratsamt in ihrem Vortrag „Bauen, Biber, Blumenwiesen“ über ihre Arbeit auf. Die Behörde sorgt für den Schutz einzigartiger Landschaften, wie das „Thalhammer Moos“ und die renaturierten Toteiskessel im Haager Land.

Zudem beantworteten die Experten Fragen zu Ausgleichsflächen, der Biberpopulation und der Beseitigung von illegal entsorgtem Müll. Beide luden ein, die Beratungsangebote zu nutzen und bei Fragen auf die zuständigen Vertreter des Landkreises zuzugehen.

Der Kreisvorsitzende bedankte sich herzlich bei den Vortragenden und auch allen anderen Partnern und Ehrenamtlichen: „Eine so gute Zusammenarbeit ist nicht selbstverständlich. Ich freue mich sehr, dass wir so engagierte Menschen hier im Naturschutz haben.“

Zum Abschluss der Versammlung kündigte der Vorsitzende die Vorbereitung eines neuen Weideprojektes an. „Durch eine naturnahe Beweidung schaffen wir Lebensraum für Insekten. Davon profitieren viele Arten wie Fledermäuse.“ Die Kreisgruppe beteiligt sich dabei an einem bayernweiten Projekt, in dessen Rahmen Rinder, Pferde und Wasserbüffel als Landschaftspfleger in Feuchtgebieten eingesetzt werden.

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