Lohkirchen – Viele Zahlen, Daten und Fakten präsentierten Lohkirchens Bürgermeister Siegfried Schick (UWG) zusammen mit dem Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Georg Obermaier, bei der Bürgerversammlung im Gasthaus Eder in Habersam. Die Gemeinde Lohkirchen hat sich gemausert und ist nicht mehr die kleinste oder eine überalterte Gemeinde.
Dem liegt eine positive Entwicklung der Gemeinde zugrunde, denn wie Bürgermeister Schick erläuterte, leben derzeit 843 Bürger in Lohkirchen. Mit Blick auf die Altersstruktur in der Gemeinde betonte Schick, dass alles schön ausgewogen sei. „Das ist gut für den Frieden und die Harmonie in der Gemeinde.“ Die größte Herausforderung sei aus finanzieller Sicht der Kindergartenbau.
Ein Blick auf
die Gemeindefinanzen
Recht harmonisch stellten sich auch die Haushaltszahlen dar. „Aber das Jahr 2021 war ein Ausreißer!“, meinte Georg Obermaier, als er Einblick in die Finanzen der Gemeinde gab. In der Tat war das Volumen des Vermögenshaushalts 2021 mehr als doppelt so groß wie noch im Jahr zuvor.
„Leider hat sich die Finanzlage verschlechtert – aktuell haben wir eine Wirtschaftskrise und somit auch eine schlechtere Wirtschaftsleistung“, so Obermaier. Die wirke sich auf den Haushalt aus, wenn auch, wie beim Finanzausgleich, mit zweijähriger Verzögerung. Im Verwaltungshaushalt waren 2025 rund 2,16 Millionen Euro an laufenden Ausgaben und Einnahmen zu verzeichnen. Der Vermögenshaushalt dazu hatte ein Volumen von 2,17 Millionen Euro an Investitionen. Der derzeitige Schuldenstand der Gemeinde liegt bei 1.213.288 Euro. Dies, so Obermaier weiter, „liegt an der großen Baumaßnahme mit der Erweiterung des Kindergartens“.
Rückblick auf
umgesetzte Projekte
Im Rückblick ging Bürgermeister Siegfried Schick auf die Tätigkeiten des vergangenen Jahres ein. Gesorgt wurde für eine Straßenentwässerung in Pira, Ascholzing und Lech, da diese Straßen bei Starkregen stets überflutet sind. Es gab Pflegearbeiten am Sportplatz. Neu angesät wurde dazu der Rasen am Fußballplatz, es gab neue Netze – um die Bälle am Platz zu halten – und auch die Sitzgelegenheiten wurden erneuert. Rund um den Dorfstadl gab es eine Kiesaufschüttung, und für die „Früchdal“ wurde auf Initiative von Josefine Putz eine neue „Chill-Ecke“ mit Sitzgelegenheit geschaffen.
Meilenstein: Erweiterung
der Kindertagesstätte
Das größte Projekt in der Gemeinde jedoch war die Erweiterung der Kindertagesstätte. Nicht ohne Stolz verkündete Siegfried Schick, dass vom Spatenstich bis zum Einzug gerade einmal ein gutes Jahr vergangen ist. „Die Handwerker haben gute Arbeit geleistet und alles ging zügig Hand in Hand. Mit der Gestaltung der Außenanlagen entstanden ein tolles Gebäude und Räume für unsere Kinder, auf die wir stolz sein können“, so Siegfried Schick. Die Baukosten für die Kindertagesstätte liegen momentan bei 2.108.624 Euro. Für den Bau gibt es eine Förderung durch den Bayerischen Finanzausgleich, die rund 1.172.000 Euro beträgt. Die Kosten, die bei der Gemeinde verbleiben, liegen bei rund 756.624 Euro.
Zukünftige Vorhaben
und Planungen
In seiner Vorschau ging das Gemeindeoberhaupt auf verschiedene Projekte ein. So soll der Brückenbalken der Brücke über die Rott bei Grün erneuert werden. Auf der Agenda stehen der Bebauungsplan Wotting V und die Erweiterung der Kläranlage in Brotfurth; dazu laufen derzeit auch die Planungen. Die Kläranlage Deinbach wird voraussichtlich aufgegeben werden müssen, weil der Deinbach zu wenig Wasser führt. Es wird vonnöten sein, die Gebühren zu erhöhen. Ausgewiesen werden neue Baugrundstücke in der Weinbergstraße. Die sieben Baugrundstücke befinden sich in Privatbesitz, aber die Gemeinde wird die Erschließung übernehmen. Nach langer Planungsphase – seit 2019 – gibt es nun grünes Licht für den Radweg von Wotting nach Holzstraß.
Informationen und
Dankesworte zum Schluss
Zum Abschluss der Versammlung gab es einige Informationen für die Bürger. So findet am 23. Oktober eine Katastrophenschutzübung statt. Kritisiert wurden die wilden Müllablagerungen, die immer wieder am Grüngutcontainer und auch an den Kleidercontainern zu finden sind.
Da es die letzte Bürgerversammlung für Bürgermeister Siegfried Schick war, bedankte er sich bei allen für die zwölf Jahre gute und stets harmonische Zusammenarbeit.
Für seinen Nachfolger Martin Gruber gebe es viel zu tun, und so wünschte Siegfried Schick dem neuen Team alles Gute.