Ihr karitativer Einsatz ist beeindruckend

von Redaktion

Elisabeth Ebneth hat ein Herz für Bedürftige und feiert jetzt ihren 90. Geburtstag

Obertaufkirchen – Elisabeth Ebneth wurde 1936 in Aßling geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach einer Ausbildung als Hauswirtschafterin und einer weiteren Ausbildung als Krankenschwester heiratete sie und zog mit ihrem Mann nach München, Berg am Laim. Fünf Jahre war sie als Köchin bei den Weißen Vätern in München-Moosach tätig. Ihre beiden Töchter Anni und Brigitte kamen zur Welt und ab 1968 war Elisabeth Ebneth in der Pfarrei Berg am Laim aktiv.

Immer schon zeigte sie ein großes Herz für Bedürftige und engagierte sich im Pfarrgemeinderat. Unter anderem verschiffte sie 15 Container mit Hilfsgütern nach Afrika. „Manche sagen, was gehen uns diese Leute an?“, erzählt sie heute, und weiter: „Doch ich stelle mir immer vor, wie es wäre, wenn mir so etwas passieren würde. Ich würde mich auch freuen, wenn mir jemand hilft. Es ist christlich.“ Mit ihrem Mann und den zwei Töchtern kam sie nach Obertaufkirchen, wo sie auch viele Jahre im Pfarrgemeinderat tätig wurde. Elisabeth Ebneth sammelte für die Caritas, sie organisierte mit großem Einsatz zwei Containerlieferungen und sammelte Kleidung für Rumänien. Gespendet hat sie an zahlreiche Hilfswerke wie die Christoffel-Blindenmission, Ärzte ohne Grenzen und Tierheime.

Von 1997 bis 2013 war sie für die monatlichen Seniorennachmittage zuständig. Sie kümmerte sich um Vorträge und Beiträge, um gutes Essen, spendierte den Kartoffelsalat und sorgte für das Wohl der Senioren. Sie war von 2001 bis 2009 Wortgottesdienstleiterin und 15 Jahre Kommunionshelferin in der Pfarrei.

Seit 2002 übernimmt Elisabeth Ebneth jedes Jahr vor Weihnachten die Besuche von alleinstehenden Personen, und am Elisabethentag trifft sie sich bis heute mit einem Kreis von anderen Elisabeths, die sie zur Namenstagsfeier bewirtet. Für eine Sternsingergruppe kochte sie und spendierte über 20 Jahre das Mittagessen. Seit 2015 kümmert sie sich dauerhaft um Flüchtlinge. „Ein Päckchen Tee und Kekse hatte ich immer für sie“, erinnert sie sich. Beim Palmbuschenbinden half sie ebenso wie beim Kräuterbuschenbinden und spendete für beides die Zutaten. Für den Adventsmarkt näht und strickt sie bis heute und spendet das Geld für Bedürftige.

Für ihr umfangreiches caritatives Engagement in Berg am Laim und in Obertaufkirchen erhielt sie die Korbiniansmedaille vom Erzbischöflichen Ordinariat in München.

Heute sind ihre zwei Enkelkinder bereits erwachsen und haben selbst Kinder. Zwei Urenkel hat sie bereits, ein drittes ist unterwegs. Für das kommende Urenkelchen strickt sie bereits Socken. In die Kirche geht sie, so oft es geht.

Die Weihnachtsbesuche von Alleinstehenden bei ihr halten bis heute an. „Es war immer eine Riesengaudi“, sagt sie. Dann wirkt sie ein wenig traurig, denn obwohl sie schon so viele Jahrzehnte in Obertaufkirchen wohnt, fühlt sie sich noch immer nicht angenommen. Es wird still in der Wohnung.

„Aber“, fährt sie lebhaft fort, „ich stricke, ich häkle und“, sie zeigt auf die vielen kleinen Blumentöpfe überall auf den Fensterbänken, „ich ziehe Tomaten.“ Viele Setzlinge sind es, weil sie nicht weiß, wie viele davon aufgehen. „Dann gehen sie doch alle auf und ich verschenke einige. Die gehen schnell weg“, lacht die freundliche alte Dame. sn

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