Das Prinzip der Solidarität weiter hochhalten

von Redaktion

Arbeiter-Kranken-Unterstützungsverein beschließt neue Satzung – Vorstandschaft im Amt bestätigt

Haag – Der Arbeiter-Kranken-Unterstützungsverein (AKUV) bestätigte bei seiner Generalversammlung im „Rosenberger Stüberl“ seine Führungsmannschaft um Josef Hederer. Einstimmig nahm das Plenum auch die neue Satzung an. Bürgermeister Dr. Florian Haas lobte das Prinzip der Solidarität.

Der AKUV, mittlerweile der einzige in Bayern verbliebene traditionelle Versicherungsverein, hebt mit einer neuen Satzung die Altersgrenze zum Beitritt auf, definiert das Einzugsgebiet neu auf die Grenzen der ehemaligen Grafschaft Haag und gestaltet die Vorstandschaft schlanker. „Wir sind eine richtige Versicherung“, erläuterte Vorsitzender Josef Hederer. Diese „kleine Selbsthilfeeinrichtung“ solle erhalten bleiben. Dafür sei es sinnvoll, die von der Versicherungsaufsicht der Regierung vorgeschlagene Mustersatzung mit den eingearbeiteten aktuellen Belangen des Haager Vereins zu beschließen.

Das Eintrittsalter solle deshalb gesenkt werden, da „eine Generation“ an Mitgliedern fehle. Mehr Mitglieder brächten für die Sterbekasse eine höhere Auszahlung. Bereits im Jahr 1900 habe man für die „Sterbehilfeeinrichtung“ eine eigene Satzung beschlossen, die nach wie vor gelte. Beim Krankentagegeld leiste der AKUV ein günstigeres Angebot als übliche Versicherungen, da er keinen Gewinn erwirtschaften müsse.

Bürgermeister Dr. Florian Haas appellierte an die Versammlung, die neuen Richtlinien und den Grundgedanken zu befürworten, um so das Prinzip der Solidarität zu erhalten. „Mit gefällt die Idee“, so Haas.

Die folgende Abstimmung brachte nach Verlesen der Paragrafen durch den stellvertretenden Vorsitzenden Willy Bittner eine einstimmige Befürwortung. Die Entscheidung für eine teurere historisch gestaltete Satzung im Gegensatz zu einer Billigversion fiel nach einem Appell von Schriftführer Ludwig Meindl mit 14 zu neun Stimmen aus.

Josef Hederer dankte der Vorstandschaft und Berater Dr. Wolfgang Weißmüller: „Wir haben viel Kraft in die Satzung hineingesteckt.“ In seinem Bericht listete er die Aktionen auf, darunter die Teilnahme am Erntedank mit Fahnenabordnung.

Kassiererin Theresia Schmid errechnete insgesamt ein Plus. Bei den Ausgaben führte sie Krankengelder, Versicherung und Verwaltungskosten an. Peter Schmid bestätigte korrekte Bilanzierung.

Unter Leitung von Bürgermeister Dr. Florian Haas bestätigten die Wahlen in einstimmigem Ergebnis die Führungsmannschaft mit Josef Hederer als Vorsitzenden, Willy Bittner als Stellvertreter, Theresia Schmid als Kassierin und Ludwig Meindl als Schriftführer. Erstmals wurden zwei Beisitzer gewählt: Gabi Fellner und Katharina Obkirchner. Kassenprüfer bleiben Peter Schmid und Georg Fellner.

Anregungen und Anträge betrafen die Stammtische und den Ausflug. Heuer werden drei Stammtischtermine bekannt gegeben, kündigte Theresia Schmid an. Ein Ausflug wird nicht durchgeführt, da bisher zu geringe Resonanz bei den Anmeldungen war. Für 30-jährige Mitgliedschaft bekamen Urkunde und Ehrennadel Gabi Fellner, Georg Fellner, Heidi Haas, Franz Keller und Elisabeth Nehring, für 50 Jahre Paul Breitreiner, Maria Oettl, Josef Ragl, Maria Trautbeck, Elfriede Weidinger und Helmuth Weidinger.

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