Mühldorf – Über einen gut gefüllten Saal im Gasthaus Spirkl freute sich Ronny Weber, der Vorsitzende der Feuerwehr Mößling. In seinem Bericht blickte Weber auf das vergangene Jahr zurück. Nach den Neuwahlen habe sich die Vorstandschaft bei einem Kick-off im Lungau auf zentrale Themen verständigt.
Traditionelle Veranstaltungen wie das Fischgrillen an Karfreitag und das Sommerfest bleiben wichtige Einnahmequellen – unter anderem für Rücklagen zum geplanten Neubau des Feuerwehrhauses. Dieser sei notwendig, um unter anderem Verkehrsprobleme im Bereich der Grundschule zu entschärfen. Auch organisatorisch entwickelt sich die Wehr weiter, etwa durch den Einsatz von Kartenzahlung beim Sommerfest. Zudem unterstützte man einen erkrankten Kameraden finanziell.
Für das Festjahr 2026 kündigte Weber mehrere Termine an: einen Blaulichttag am 16. Mai, das Sonnwendfeuer am 20. Juni, den Festsonntag am 12. Juli (150 Jahre Feuerwehr Mößling) sowie das Sommerfest am 25. Juli. Kassier Nico Reiss berichtete von soliden Finanzen. Die Kassenprüfung verlief ohne Beanstandungen, die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet. Kommandant Michael Jäkel stellte die Einsatzbilanz vor: 83 Einsätze mit insgesamt 1.796 Stunden und rund 12.500 gefahrenen Kilometern. Darunter waren 22 Brandeinsätze und 45 technische Hilfeleistungen, davon 16 auf der A94. Zu den besonderen Einsätzen zählten eine Personenrettung nach schwerem Verkehrsunfall, ein Bombenfund aus dem Zweiten Weltkrieg sowie die Rettung eines gestürzten Kindes. Insgesamt leistete die Wehr mit Übungen und Einsätzen an 172 Tagen Dienst – vollständig ehrenamtlich. Die Mannschaft umfasst 82 Mitglieder, darunter 60 Aktive und 22 Jugendliche. Jugendwart Dominik Michlbauer berichtete von 22 Jugendlichen, die bei 35 Übungen 3.275 Stunden leisteten. Höhepunkte waren das Kreiszeltlager und ein Berufsfeuerwehrtag. Aktionen wie das Fischgrillen und das Christbaumsammeln kommen der Jugendarbeit zugute.
In den Grußworten dankten die Ehrengäste der Feuerwehr für ihren Einsatz. Bürgermeister Michael Hetzl hob die gute Zusammenarbeit hervor und blickte auf sechs Jahre Unterstützung zurück. Stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag betonte die Bedeutung der Blaulichtorganisationen und deren reibungsloses Zusammenspiel. Polizeivertreter Andreas Hinterschwepfinger unterstrich die Sicherheit in der Region und die enge Zusammenarbeit im Ernstfall. Auch Kreisbrandinspektor Hummel würdigte das breite Einsatzspektrum der Wehr. Zum Abschluss äußerte Weber den Wunsch nach einer ebenso guten Zusammenarbeit mit der neuen Bürgermeisterin Claudia Hungerhuber.