Der Bierpreis beim Volksfest bleibt stabil

von Redaktion

Bierprobe für drei Volksfeste bei der Festwirtsfamilie Zens – Erstmals soll es ein Volksfestschießen geben

Neumarkt-St. Veit – Wenn die Festwirtsfamilie Zens zur Bierprobe einlädt, dann ist der Saal ihres Gasthofes meistens voll. Nachbarn, Helfer, Stadt- und Gemeinderäte sowie Bürgermeister sind es, die zu ihr nach Hofthambach kommen. Denn mittlerweile fast schon traditionell sind es gleich drei Volksfeste, die die Familie Zens als Festwirt betreut. Den Anfang macht das Volksfest in Gerzen (7. bis 10. Mai), danach kommt Neumarkt-St. Veit (22. Mai bis 31. Mai), bevor als Dritter im Bunde das Volksfest in Gangkofen (2. bis 7. Juli) den Abschluss bildet.

Bierprobe mit Noch-
und Fast-Bürgermeistern

Die Bierprobe in diesem Jahr war eine besondere. Denn dieses Mal waren es doppelt so viele Bürgermeister, die Zens eingeladen hatte. Hintergrund: In allen drei Kommunen waren die amtierenden Bürgermeister nicht mehr zur Kommunalwahl angetreten. Neben den am 1. Mai aus dem Amt scheidenden Bürgermeistern Erwin Baumgartner (Neumarkt-St. Veit), Matthäus Mandl (Gangkofen) und Johann Luger (Gerzen) hatte Zens auch deren Nachfolger – Stefan Streck (Neumarkt), Markus Aichner (Gangkofen) und Max-Emanuel Graf von Montgelas (Gerzen) – zur Verkostung des Aldersbacher Bieres gebeten.

„Drei Noch- und drei Fast-Bürgermeister“, fasste es Erwin Baumgartner zu Beginn des Abends zusammen. Für Neumarkts Stadtoberhaupt war es die letzte offizielle Handlung in Verbindung mit dem Neumarkter Volksfest. Denn wenn traditionell am Pfingstwochenende das Volksfest in der Rottstadt beginnt, wird es sein Nachfolger Stefan Streck (CSU) sein, der das erste Fass anzapfen wird. „Die Wahl hast du auch gewonnen, dann kann das gar nicht so schlimm werden“, versuchte Baumgartner, seinem Nachfolger die Nervosität zu nehmen. Und er erinnerte daran, wie das erste Mal Anzapfen bei ihm selbst war. „Da hab’ ich nach zehn Schlägen aufgehört zu zählen!“ Im Laufe der Jahre habe sich das Anzapfen dann bei zwei Schlägen eingependelt.

Dass das Neumarkter Volksfest auch in diesem Jahr wieder ein Erfolg wird, daran hat Baumgartner keinen Zweifel, nachdem die Stadt im vergangenen Jahr der Festwirtsfamilie Zens für drei weitere Jahre – bis 2028 – den Auftrag gegeben hat, sich um die Bewirtung zu kümmern. „Nur das Wetter kann uns in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung machen“, freut sich Baumgartner schon darauf, die Wiesn zu genießen. Und das nach 24 Jahren erstmals wieder als Privatmann.

Zum Wiesn-Genuss gehört zweifelsohne ein süffiges Bier. Und das sei auch in diesem Jahr wieder gelungen, verspricht der Braumeister der Aldersbacher-Brauerei, Lorenz Birnkammer. „Das Bier hat sich bewährt. Es handelt sich um ein Festbier mit 13,5 Prozent Stammwürze, und einem Alkoholgehalt von ungefähr 5,7 Prozent.“ Es werde gebraut mit bayerischen Zutaten, mit Pilsner Malz, verfeinert mit etwas Karamellmalz, „das rundet den Geschmack ab“. Es sei schwach gebittert mit dem Hopfen der Hallertauer Perle, Birnkammer beschreibt es als strohblondes, blankes Bier. „Und das mit einem Topschaum. Ich könnte mich selbst hineinlegen“, schwärmt der Braumeister über das Festbier.

Festwirt Josef Zens, der bei der Bierprobe eigentlich immer dem Bürgermeister das Reden überlässt, hat sich dieses Mal doch zu einigen Sätzen hinreißen lassen. Er äußerte seine große Freude darüber, dass schon seit einigen Jahren seine Tochter Roswitha federführend für die Küche zuständig ist. Noch mehr begeistert ihn allerdings, dass die beiden Enkelsöhne Armin und Mathias tatkräftig den Familienbetrieb unterstützen und auch Enkeltochter Katharina schon fleißig mitmischt. „Schön ist es auch, dass wir Alten ebenfalls noch mitmischen dürfen“, so Zens weiter.

Bier unschlagbar
günstig in der Region

Eine besondere Neuigkeit kündigte Zens an. Zum ersten Mal nämlich wird es ein Volksfestschießen geben, das am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai, auf der Schießanlage von „Elf und Eins“ an der Hörberinger Straße angeboten wird. Die beste Nachricht sparte sich Zens aber bis zum Schluss auf. Der Bierpreis bleibt stabil. Während die Preise an den Zapfsäulen in den vergangenen Wochen kontinuierlich nach oben gegangen sind, kündigte Zens eine entgegenkommende Preisgestaltung am Zapfhahn an. „Die Mass Bier kostet wie im vergangenen Jahr 10,40 Euro!“

Damit dürfte das Neumarkter Festbier in der Region erneut am günstigsten sein. Jahrelang hatte sich Zens am Bierpreis der Gerner Dult orientiert, wo die Mass Bier allerdings schon im vergangenen Jahr mit 11,70 weit über dem Niveau von Neumarkt-St. Veit gelegen war. In Waldkraiburg hatte man im vergangenen Jahr 11,60 Euro hingelegt. Beim Volksfest in Mühldorf kostete im Jahr 2025 die Maß Bier 12,20 Euro.

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