Neumarkt-St. Veit – Gut gefüllt war die Kirche St. Vitus am frühen Sonntagabend, als Hausherr Verbandspfarrer Franz Eisenmann die Gäste zu einem besonderen Blechblaskonzert begrüßte. Und mit einer klassischen „Fanfare zum Feiern“ begannen die 22 Musiker unter ihrem Dirigenten Stefan Weindl, den großen Kirchenraum mit ihren zum Teil gewaltigen Klängen zu füllen.
Es folgten abwechselnd Lieder, Melodien aus Musicals und Filmen, einige Teile aus Händels Feuerwerkmusik und Kirchenmusik. Letztere kam auch aus Schottland, denn in der „Highland Cathedral“ imitierten die Bläser den Dudelsack.
Ob klassisch oder modern, die Laienmusiker hatten alle Weisen in vielen Sonderproben ausgiebig geübt, und unter dem Dirigat von Stefan Weindl brachten sie die Werke auf hohem Niveau zu Gehör. Den Anweisungen ihres Dirigenten folgten die Bläser und Drummer aufmerksam, und so gelangen die Crescendos oder Diminuendos, wie sie der Dirigent verlangte.
Diese auf- und abschwellende Blechblasmusik klingt im großen, voll besetzten Kirchenschiff ausgesprochen gefällig. Es macht Lust, solche Kirchenkonzerte in kürzeren Abständen immer wieder zu veranstalten. Das Letzte liegt 27 Jahre zurück.
Mit vier ihrer Musiker bildete die Stadtkapelle bei dem Stück von Elton John „Can you feel the love tonight?“ ein Quartett, das die romantischen Gefühle dieser Liebesgeschichte deutlich ausdrückte.
Überhaupt handelten die Melodien dieses Konzertes hauptsächlich von Liebe, die auszudrücken den Stadtmusikern an diesem Abend besonders glückte. Eine besondere Erwähnung in diesem Konzert verdient Ansager Thomas Aimer. Dankbar nahm das Publikum seine Informationen über die Stücke entgegen. Man wusste stets, wann und wo diese Werke erstmals zur Aufführung kamen und wer der Komponist ist. Aber hohen Unterhaltungswert hatten auch seine Bekanntgaben von Interna der Stadtkapelle, die er humorvoll vorbrachte. Dies steigerte unbedingt bei den Gästen die Erwartung auf ihr Sommerfest „Blech im Schloss“.
Denn Jung und Alt spendeten zuletzt lang anhaltenden stehenden Beifall, und alle sangen voll Freude am Schluss zwei Verse des Kirchenliedes „Großer Gott, wir loben Dich“ mit.
Und für nicht aufhörenden Beifall gaben die Musiker dann doch eine Zugabe, ehe sie mit der Bayernhymne das Konzert endgültig abschlossen.