Geldspritze für neue Ortsmitten im Landkreis

von Redaktion

Landkreis Mühldorf profitiert von Mitteln aus Städtebauförderung – Ein Erfolgsmodell, so MdL Schnürer

Mühldorf – „Die Städtebauförderung ist ein Erfolgsmodell“, betont der Landtagsabgeordnete Sascha Schnürer (CSU). Allein die Kreisstadt Mühldorf erhält aktuell 294.000 Euro. Doch nicht nur die Kreisstadt profitiert: Der Förderimpuls verhilft den Ortskernen von Buchbach bis Schwindegg zu neuem Leben. Das Prinzip dahinter: Jeder staatliche Euro soll private Investitionen anstoßen. Die Kommunen haben dabei weitgehend freie Hand – und nutzen diese für sehr unterschiedliche Projekte.

Die OVB-Heimatzeitungen und Innsalzach24 haben in den Rathäusern nachgefragt. Hier ein Überblick über die Planungen in der Region: In der Kreisstadt fließen die Mittel in eine Vielzahl laufender und neuer Projekte, wobei ein klarer Schwerpunkt auf der Stärkung der Altstadt liegt. Für 2026 ist unter anderem die Fortführung des kommunalen Arkaden- und Fassadenprogramms geplant, das durch ein erweitertes Geschäftsflächenprogramm ergänzt wird, um private Sanierungen und die Belebung von Ladenflächen gezielt zu unterstützen.

Parallel dazu rückt die Infrastruktur in den Fokus: Vorbereitende Untersuchungen für das Bahnhofsumfeld sowie die Planung für ein Parkhaus am Stadtwall sollen die Parksituation und die Anbindung der Stadt deutlich verbessern. Über die baulichen Maßnahmen hinaus verfolgt Mühldorf ehrgeizige Klimaschutzziele. So soll die Verbindung zum Inn gestärkt und der Grüngürtel rund um die Altstadt verfestigt werden, um den historischen Kern besser vor Klimafolgen und Wassergefahren zu schützen. Auch der Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes und die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs stehen im Fokus. Nachdem in Neumarkt-St. Veit in den vergangenen Jahren Großprojekte wie der Stadtplatz und die Baumburggasse abgeschlossen wurden, richtet die Stadt den Blick nach vorn. Für 2026 steht die Neugestaltung der Badstraße im Fokus. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, wie der Bereich außerhalb des Stadtplatzes belebt werden kann. Zudem wird das Entwicklungskonzept fortgeschrieben und ein Fassadenprogramm für den Stadtplatz aufgelegt. In Waldkraiburg liegt der Schwerpunkt auf dem Zentrum. Laut Stadtverwaltung sollen die Mittel vor allem für das Rathausumfeld und das Haus der Kultur eingesetzt werden. Ziel ist die „wirtschaftliche Erneuerung“. Noch in diesem Jahr soll feststehen, wie das Haus der Kultur neu strukturiert wird, während gleichzeitig das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) mit Fokus auf den Klimaschutz aktualisiert wird.

In Buchbach geht es ans Eingemachte: Mit der „Rahmenplanung – Wohnen in der Ortsmitte“ will man Nachverdichtungspotenziale rund um das ehemalige Gasthaus „Zur Post“ heben. Ziel ist ein barrierefreier und moderner Ausbau – die Themen Mobilität und Klimaschutz stehen dabei im Fokus.

Nachdem das Schwindegger Bürgerhaus bereits saniert wurde, rückt nun das ehemalige Bahnhofsgelände in den Mittelpunkt. Geplant ist eine Machbarkeitsstudie für die Nachnutzung. Ein weiterer Schwerpunkt: Die „grüne Infrastruktur“ soll ausgebaut werden, um den Ort besser an den Klimawandel anzupassen. Die Konzeptentwicklung soll noch in diesem Jahr stattfinden, die Umsetzung weiterer Maßnahmen soll bis 2030 erfolgen. In Kraiburg bittet man noch um etwas Geduld. Der Markt befindet sich derzeit mitten im sogenannten ISEK-Prozess. Bis Herbst 2026 werden die Ziele und das neue Sanierungsgebiet definiert. Erst danach wird feststehen, welche konkreten Baumaßnahmen als Nächstes angepackt werden. In Haag wird das aktuelle Förderjahr genutzt, um die Neugestaltung der Ortsmitte vorzubereiten. Ein zentraler Baustein ist dabei die Aktualisierung des Verkehrskonzepts.

Bevor die Bagger rollen können, fließen die Mittel in wichtige Grundlagenermittlungen, um das Herzstück des Marktes zukunftsfähig und verkehrstechnisch modern aufzustellen.

Was ist ISEK?

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