Aschau – Die Katholische Pfarrkirchenstiftung Christkönig hat für die Kinderwelt Mariä Himmelfahrt in Aschau den Haushaltsplan vorgelegt. Dazu gehört auch eine eventuelle Erhöhung der Elternbeiträge. Darüber entschied der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.
Für das Haushaltsjahr 2025 ging der Kitaverbund von einem Minus von knapp 23.600 Euro aus, erklärte Bürgermeister Christian Weyrich (CSU). Grund dafür seien mehr Personal und erhöhte Lohnkosten. Glücklicherweise sei das geplante Defizit jedoch nicht entstanden. Es gebe sogar einen Überschuss von rund 164.000 Euro, der als Rückstellung für das kommende Jahr verwendet würde, so der Bürgermeister.
Für 2026 werde mit einem Plus im Haushalt von 28.700 Euro gerechnet. „Wir haben das Jahr positiv abgeschlossen, weil wir eine staatliche Rückzahlung und Fördergelder erhalten haben“, erklärt Wolfgang Gschlößl, Verwaltungsleiter des Kita-Verbunds, auf Anfrage.
Auch wenn die Finanzen derzeit positiv aussehen, wollte Gschlößl schon für die kommenden Jahre vorsorgen und die Elternbeiträge ab September 2026 erhöhen. „Mein Vorsatz war, die Preise bereits jetzt moderat anzuheben und nicht in wenigen Jahren um ein gutes Stück“, sagt er.
Wie aus den Unterlagen hervorgeht, ist eine Erhöhung von fünf Prozent im Jahr sowohl für die Kinderkrippe als auch für den Kindergarten vorgesehen gewesen.
Bürgermeister Weyrich erklärte auf Anfrage, dass „wir froh sind, dass ein tolles Team die Kinderwelt pädagogisch wertvoll und auch wirtschaftlich“ geführt habe. Nur so habe sie Rücklagen erwirtschaften können. „Wir verstehen auch den Ansatz, mit einer jetzigen Erhöhung auf Nummer sicher zu gehen“, sagt er.
Da die Gemeinde mit der Kinderwelt sowieso vertraglich festgelegt habe, eventuelle Defizite zu übernehmen, sei die Sicherheit gegeben, erklärte Weyrich. „Finanziell sind derzeit schwierige Zeiten für alle“, sagte er. Deswegen wolle die Gemeinde die Eltern nicht noch mehr belasten.
Auch der Gemeinderat sah aufgrund der positiven Finanzlage keinen Bedarf, die Elternbeiträge zu erhöhen. Einstimmig lehnte er dies ab. Den Haushaltsplan genehmigte er einstimmig. „Das ist auch in Ordnung“, erklärte Gschlößl.
Letztlich habe er bisher die Beiträge der unterschiedlichen Kitas im Verbund, zu dem Einrichtungen in Waldkraiburg und Kraiburg gehören, auf dem gleichen Niveau gehalten. „Aschau sticht jetzt halt etwas heraus“, sagte er.
Somit bleiben die monatlichen Gebühren für den Kindergarten bei 140 Euro für vier bis fünf Stunden inklusive Spielgeld und bei 223 Euro ab neun Stunden Betreuungszeit. Bei der Kinderkrippe bleiben die monatlichen Beiträge bei 192 Euro für vier Stunden inklusive Spielgeld und bei 338 Euro ab einer Betreuungszeit von neun Stunden.