Polling/Grünbach – Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von Hans Steinberger, dem „Stecherbauer“ von Grünbach, der am 24. März im Alter von 70 Jahren plötzlich und unerwartet verstarb. Hans Steinberger wurde am 13. Januar 1956 als erstes von vier Kindern der Eheleute Johann und Maria Steinberger geboren. Nach dem Abschluss der Hauptschule absolvierte er eine Lehre zum Landwirt auf dem elterlichen Hof. Schon früh musste er hier nach der schweren Erkrankung des Vaters die Verantwortung übernehmen und den Hof führen. 1974 machte er seinen Abschluss als Landwirt und besuchte im Anschluss bis 1976 die Winterschule in Mühldorf. Im August 1991 heiratete er seine Frau Irmgard, geborene Köpfelsberger, und bewirtschaftete von da an gemeinsam mit ihr den Stecherhof. Als schließlich in den Jahren 1997 und 1999 die Kinder Johann und Maria geboren wurden, war das Familienglück perfekt. Familie und seine Passion für die Landwirtschaft bestimmten fortan sein arbeitsreiches Leben, in dem es auch gesundheitliche Rückschläge gab. Erst ein Unfall bei der Waldarbeit und später zwei Herzerkrankungen, die er jedoch stets gut verkraftete. In seinem Leben hatten aber auch die Gemeinschaft und die Ortsvereine einen großen Stellenwert. Er war ein aktives Mitglied, sei es als Zweiter Vorsitzender der Eisschützen, die er auch sechs Jahre als Moar bei den Wettkämpfen führte, oder auch als Fähnrich der örtlichen Feuerwehr, bei der er über viele Jahre im Einsatz war. Seine große Leidenschaft war jedoch die Landwirtschaft und alles, was dazugehörte – sei es die Viehwirtschaft, die Bewirtschaftung der Felder oder die Waldwirtschaft. So war er auch 16 Jahre als Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft Grünbach tätig und brachte hier sein Wissen ein. Mit seinem plötzlichen Tod verlor nicht nur die Familie den geliebten Ehemann und Vater, sondern das Dorf einen Menschen, der stets ein offenes Ohr hatte, wenn es um die Belange seines Ortes ging. wag