Die Gemeinde maßgeblich mitgeprägt

von Redaktion

Fünf verdiente Gemeinderäte verabschiedet – Bürgermeister Franz Ehgartner würdigt Engagement

Obertaufkirchen – Sie haben die Gemeindepolitik in den vergangenen Jahren maßgeblich mitbestimmt, jetzt haben sich Erich Jungwirth, Georg Hartinger, Michael Wimmer, Andreas Lentner und Georg Thalmeier aus dem Kommunalparlament zurückgezogen und wurden in der Brauereigaststätte Stierberg würdig verabschiedet.

Bürgermeister Franz Ehgartner meinte, heute „wollen wir noch einmal gemeinsam einen Blick zurückwerfen. Wenn wir im Gemeinderat über die Arbeit der vergangenen Jahre Bilanz ziehen, dann können wir durchaus zufrieden auf das Erreichte zurückblicken“. In der Amtszeit der fünf Gemeinderäte wurden wichtige, zukunftsweisende Weichenstellungen getroffen. „Ich denke da zum Beispiel an die Modernisierung der Schule, an den Neubau der Kinderkrippe, an die neuen Feuerwehrhäuser in Oberornau und jetzt in Obertaufkirchen oder an die Erschließung neuer Bau- und Gewerbegebiete“, erinnerte Bürgermeister Ehgartner.

Peter Hartinger war über zwei Wahlperioden, von Mai 2014 bis April 2026, Mitglied im Gemeinderat. Dabei war er über die gesamte Zeit Mitglied im Bauausschuss, in den vergangenen sechs Jahren zusätzlich noch Mitglied im Feuerwehrhausbauausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss und Vertreter der Gemeinde in der Verbandsversammlung des Wasserzweckverbandes der Isener Gruppe. „Mit deiner bodenständigen Art warst du ein Kollege, der immer das Wohlergehen der ganzen Gemeinde und aller Bürger, egal in welchem Ortsteil, im Auge gehabt hat.“ Er sei stets mit gesundem Menschenverstand an die Dinge herangegangen und habe sich, wenn es nötig war, auch mal mit Kritik und Anregungen zu Wort gemeldet.

Michael Wimmer war seit 2008 Mitglied im Gemeinderat und kann damit auf eine Amtszeit von 18 Jahren zurückblicken. „Als Gemeinderat hattest du dein Ohr immer nah am Bürger und wusstest auch immer, wo die Menschen der Schuh drückt. In deiner Amtszeit hast du dich vor allem als Jugendreferent verdient gemacht.“ Ehgartner erinnerte dabei auch an die gemeindlichen Ferienprogramme, die Wimmer aktiv mitgestaltet hat. Zudem war Michael Wimmer sechs Jahre im Bauausschuss sowie im Planungs- und Bauausschuss für das neue Feuerwehrhaus. „Als Handwerker und Baufachmann hast du dein Wissen und deine Erfahrung besonders bei baulichen und bei technischen Fragen eingebracht.“

Erich Jungwirth war von 2002 bis 2026 und damit 24 Jahre Mitglied im Gemeinderat. Er hat in dieser langen Zeit von den fast 400 Sitzungen in den verschiedensten Gremien trotz seiner vielen Ehrenämter nur die allerwenigsten verpasst. „Dabei hast du dein Amt immer mit viel Verantwortungsbewusstsein und großem persönlichen Einsatz wahrgenommen. Bei all deinen Sitzungen warst du perfekt vorbereitet, hast dir sämtliche Sitzungsunterlagen zu Gemüte geführt und dir – wo es nötig war – vor Ort oder im Gespräch mit den Betroffenen die nötigen Informationen geholt.“

Jungwirth war 24 Jahre Leiter des Rechnungsprüfungsausschusses, hat die örtliche Rechnungsprüfung geleitet und dazu den jährlichen Bericht im Gemeinderat erstattet. Als aktives Mitglied vieler Ortsvereine lagen ihm stets die Vereine und das Ehrenamt am Herzen. Er ist unter anderem als Gauschützenmeister des Schützengaus Mühldorf ein Sympathieträger für die Gemeinde, beim Schützenverein „Tannengrün“ Annabrunn, bei der Veteranen- und Reservistenkameradschaft Obertaufkirchen, bei der Nachbarschaftshilfe und im kirchlichen Bereich aktiv. „Mit dir verliert der Gemeinderat einen Kollegen, der sein kommunales Ehrenamt mit Leidenschaft und mit viel Augenmaß und Weitblick ausgeübt hat.“

Andreas Lentner wurde erstmals zum 1. Mai 2002 in den Gemeinderat gewählt; seit 2008 war er Dritter Bürgermeister. „Dabei hast du dein Amt immer mit Leidenschaft und mit viel Augenmaß und Weitblick wahrgenommen.“ Bürgermeister Ehgartner würdigte ihn als einen Gemeinderat, der immer ein offenes Auge für die Belange der Gemeinde hatte und der immer Ideen oder Vorschläge hatte, die die Gemeinde im Großen wie im Kleinen vorangebracht haben.

Neben seinem kommunalpolitischen Engagement war Andreas Lentner über fast drei Jahrzehnte Vorsitzender des Imkervereins Stierberg und auch im Kreisverband der Imker aktiv. „Lieber Anderl, ich darf mich bei dir ganz herzlich für dein Engagement und für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken.“

Georg Thalmeier wurde erstmals zum 1. Mai 1984 in den Gemeinderat gewählt. „In den 42 Jahren als Gemeinderat, stellvertretender Bürgermeister und als Kreisrat hast du durch dein kommunalpolitisches Wirken mehr als nur Spuren hinterlassen“, sagte Bürgermeister Ehgartner. Er nannte als wichtige Meilensteine die Ausweisung und Erschließung zahlreicher Wohn- und Gewerbegebiete in Obertaufkirchen und Oberornau, die Begleitung der Dorferneuerungen in Obertaufkirchen (1986 bis 1994) und in Oberornau (1988 bis 1990), den Ausbau der Wasserversorgung/Abwasserentsorgung im Gemeindegebiet und die Erweiterung der Kläranlage Oberornau, den Neubau der Gemeindeverwaltung und des Kindergartens „St. Martin“ in Straß, den Ausbau der Kinderbetreuung mit dem Neubau der Kinderkrippe, die Generalsanierung der Grundschule mit Sporthalle, den Bau des Biomasseheizkraftwerks und des Nahwärmenetzes in Straß, den Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde über mehrere Ausbau- und Förderprogramme, den Neubau der Feuerwehrhäuser in Oberornau und jetzt in Obertaufkirchen, den Umbau des gemeindlichen Gebäudes Kirchplatz 10, die Einrichtung des Dorfladens Oberornau, die Neugestaltung des Dorfplatzes und der Dorfhalle in Oberornau, den Einsatz für eine zeitgemäße Ausstattung der Gemeindeverwaltung und des Bauhofs.

Zu Beginn seiner ersten Amtsperiode hatte die Gemeinde Obertaufkirchen rund 1.770 Einwohner, so sind es mittlerweile rund 2.760, also fast 1.000 Bürger mehr. Oder anders gesagt: Thalmeier habe als Gemeinderat den Weg von einer kleinen Landgemeinde in eine moderne, familienfreundliche Gemeinde in einer der derzeit aufstrebendsten Regionen Bayerns maßgeblich mitgestaltet, sagte Bürgermeister Ehgartner. „Als Fachmann für Garten- und Landschaftsbau warst du dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung gerade in baulichen Belangen und in Fragen des Landschaftsbaus und der Grünpflege stets ein wichtiger Ratgeber. Und persönlich darf ich mich bei dir bedanken für deine Loyalität und für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Am Ende wünschte Bürgermeister Ehgartner allen „eine unbeschwerte Zeit ohne die kleinen Aufreger der Kommunalpolitik“.

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