Mit 70 Jahren ersten Roman veröffentlicht

von Redaktion

Der Mühldorfer Günther Banzer legt mit 70 Jahren seinen Debüt-Roman „Im Fluss“ vor. Lange hegte er den Wunsch, ein Buch zu schreiben, doch erst im Ruhestand fand der ehemalige Manager die Zeit dafür. Sein psychologischer Krimi spielt in seiner Heimatstadt Mühldorf.

Mühldorf – Der Mann ist im Fluss, nicht nur deshalb, weil sein Debütroman „Im Fluss“ heißt. Günther Banzer befindet sich ungebremst im Schreibfluss und hat daher bereits ein beinahe vollendetes zweites Buch in der Schublade. Männer mit 70 sind heutzutage Papst und Bundeskanzler und da dachte sich der Mühldorfer: Ich unternehme einen Ausflug in die Welt der Autoren.

Mühldorf ist
der Schauplatz

Banzers Wunsch war es schon lange, eines Tages einen Roman zu schreiben. „Während meiner Berufstätigkeit als Manager in einem Unternehmen der Versicherungs- und Finanzdienstleistung blieb für kreative Hobbys leider keine Zeit“, bedauert Banzer, der kürzlich seinen 70. Geburtstag feierte. Der gebürtige Mühldorfer arbeitete in München und ist jahrelang mit dem Zug gependelt. „Bei den Bahnfahrten nahm mein Wunsch in Sachen Romanschreiben immer wieder aufs Neue Fahrt auf“, verrät der Ehemann, Vater und Großvater und fügt an: „Der Roman muss selbstverständlich in Mühldorf spielen und mit dem Inn zu tun haben. Ich taufte Mühldorf allerdings um und nenne die Stadt in meinem Buch Mildenhofen“.

Natürlich sei es eine fiktive Geschichte, die er in den Computer tippte, aber ein mysteriöser Fall vor rund 30 Jahren in seiner Heimatstadt hätte durchaus als Aufhänger gedient. Herausgekommen ist letztendlich ein psychologischer Krimi, der über Freundschaft, Verrat und Schuld erzählt. Was Günter Banzer nämlich keinesfalls wollte: Einen Eberhofer-Krimi 2.0 auf den Markt bringen.

Auch von den regionalen Folklore-Krimis, die gefühlt beinahe wie Pilze aus dem Boden schießen würden, möchte sich der 70-Jährige abheben, obwohl solche Stilrichtungen ebenfalls ihre Berechtigung hätten. „Meine Kriminal-Geschichte ist jedoch völlig anders, kein typischer Regionalkrimi“, findet er. Drei ehemalige Freunde aus Jugendtagen sehen sich nach 45 Jahren wieder. Ihre Biografien könnten unterschiedlicher nicht sein. Einer wurde Notar, der andere Kriminaler und der dritte Besitzer einer kleinen Eisdiele.

Kein typischer
Regionalkrimi

Zum Inhalt: Kurz vor seiner Pensionierung wird Kriminalhauptkommissar Thomas Hegel strafversetzt. Er reist nach Mildenhofen, in seine alte Heimatstadt, um dort den Abschlussbericht in einem Mordfall zu verfassen.

Ausgerechnet die Frau des Notars fiel einem Tötungsdelikt zum Opfer. Hegel, als erfolgreicher Ermittler im Landeskriminalamt bekannt, nimmt seine Arbeit auf. Da bleiben auch seine einstigen Spezln nicht verschont. Im Gegenteil. Hegel zerlegt ein Netzwerk aus Irrungen und Wirrungen. „Und der Inn hat sowieso alles gesehen“, meint Autor Günther Banzer geheimnisvoll und philosophisch zugleich.

Sein Erstlingswerk „Im Fluss“ (Herausgeber epubli) kann in jeder Buchhandlung und im Internet bestellt werden. Den Roman gibt es auch als E-Book.

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