Schulden sollen steigen

von Redaktion

Der Gemeinderat Heldenstein hat den Haushalt für 2026 beschlossen. Größte Posten sind der Breitbandausbau und der Neubau einer Turnhalle. Um die Projekte zu finanzieren, plant die Gemeinde eine höhere Verschuldung, die auf rund 2,6 Millionen Euro ansteigen soll.

Heldenstein – Finanzen, wichtige Projekte und die Bevölkerungsentwicklung standen im Fokus der April-Sitzung des Heldensteiner Gemeinderates. Zum letzten Mal traf sich das alte Gremium, um den Haushalt 2026 zu beschließen.

Mit Stichtag zum 30. Juni 2025 wohnten 2.803 Personen in Heldenstein. 55 weniger als noch im Vorjahr. Der Gesamthaushalt 2026 beläuft sich auf knapp 12,8 Millionen Euro. 8,4 Millionen Euro fallen auf den Verwaltungshaushalt, 4,4 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt.

Kreisumlage kostet Gemeinde 2,3 Millionen Euro

Die größten Einnahmeposten im Verwaltungshaushalt sind die Gewerbesteuer (1,5 Millionen Euro) und die Einkommenssteuer (2,3 Millionen Euro). Aus der Kinderbetreuung ergeben sich Einnahmen von rund 1,3 Millionen Euro. Die Kinderbetreuung macht jedoch auch einen der größten Ausgabeposten mit 1,3 Millionen Euro aus. Die Kreisumlage schlägt mit 2,3 Millionen Euro zu Buche. Unter „Sonstige Ausgaben“ ist eine Summe von rund 1,2 Millionen Euro gelistet. Die größten Ausgaben im Vermögenshaushalt stellt neben anderen der Kauf von Grundstücken in Höhe von 1,1 Millionen Euro dar.

Am meisten Geld eingeplant wird jedoch für den Breitbandausbau (1,6 Millionen Euro). Hier muss die Gemeinde laut Bürgermeisterin Antonia Hansmeier (CSU) lediglich in Vorleistung gehen. „90 Prozent der Kosten werden aber vom Freistaat gefördert und zurückgezahlt“, erklärt sie. Die Subventionen erhalte die Gemeinde aber erst, wenn die Leistung erbracht wurde, so Hansmeier. Eine weitere wichtige Investition ist laut der Bürgermeisterin der Neubau der Turnhalle (400.000 Euro). „Dieses Vorhaben ist eine Investition in unsere Kinder, unsere Vereine und das gesellschaftliche Leben vor Ort“, betont sie.

2025 zwei Millionen

Euro aus den Rücklagen

Die Gemeinde möchte in Zukunft mehr Schulden aufnehmen. Dies sei notwendig, um wichtige Projekte wie den Turnhallenneubau vorzufinanzieren, bis die entsprechenden Förderungen einlaufen würden. Zum 31. Dezember 2025 betrug die Pro-Kopf-Verschuldung 740 Euro. Die Gemeinde geht davon aus, dass die Schulden von rund 2,1 Millionen Euro (Stand Ende 2025) auf rund 2,6 Millionen Euro (Stand Ende 2026) steigen werden. Die Gemeinde wolle jedoch mit der Aufstockung der Rücklagen die Schulden schnellstmöglich abbauen.

2025 wurden gut 2 Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen, sodass zum Ende des Jahres noch rund 1,5 Millionen Euro übrig waren. „Aufgrund des zu erwartenden Erwerbs von Grundstücken, zahlreicher Straßensanierungen und des Baus der Turnhalle kann 2026 keine Zuführung eingeplant werden“, heißt es im Haushaltsplan.

Zum Jahresende würden die Rücklagen auf rund 229.000 Euro schrumpfen. Erst im Jahr 2029 könnten diese wieder auf rund 1,9 Millionen Euro aufgebaut werden. Der Gemeinderat beschloss den Haushalt 2026 einstimmig.

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