Jettenbach – Pünktlich zum Start der Gartensaison tagte der Obst- und Gartenbauverein. Für die anstehenden Neuwahlen waren die Kandidaten bereits im Vorfeld gefunden und der Wahlakt reine Formsache. Per Akklamation und ohne Gegenstimmen wurden die neuen Amtsinhaber in den künftigen Funktionen bestätigt. Somit hatte Bürgermeisterin Maria Maier ein leichtes Spiel bei der Wahldurchführung.
Angela Förster gab
Rückblick und Ausblick
In einem kurzen Rückblick berichtete die Vorsitzende Angela Förster von den durchgeführten Aktionen. Die angedachten Vorhaben für das kommende Vereinsjahr umriss Förster und leitete zum Kassenbericht über. Die Prüfung führte Monika Hummel durch und bestätigte eine einwandfreie Arbeit von Maria Bichlmaier, der Kassenchefin. Einstimmig entlastete die Versammlung auf Antrag von Prüferin Hummel den Vorstand.
Mit Anita Leuckert wartete der Jettenbacher Obst- und Gartenbauverein mit einem Hochkaräter auf. Freiflächengestalterin Anita Leuckert aus Waldkraiburg referierte zum Thema Frühling im Garten. Die 38 Anwesenden nahm Anita Leuckert bebildert mit auf ihren Ausflug ins anstehende Frühjahr und erzählte vom Glück, wieder draußen zu sein. Im Vortrag berichtete die erfahrene Referentin des Kreisverbandes Gartenbau und Landschaftspflege Mühldorf über Bekanntes und Unbekanntes im grünen Reich der heimischen Gärten. Sie erzählte vom teuersten Schneeglöckchen der Welt, der Sorte „Golden Fleece“. Deren Zwiebel 2015 auf eBay für umgerechnet über 1.390 GBP (damals circa 2.000 Euro) versteigert wurde.
So teuer können Gartenfreuden sein, müssen sie aber beileibe nicht. „Haben sie zu wenig Platz für einen Baum in ihrem Garten? Dann pflanzen sie einfach einen Großstrauch“, forderte die leidenschaftliche Gärtnerin die Zuhörer auf. Beliebte Arten sind Magnolien, Zieräpfel, Felsenbirnen und Kornelkirschen oder einfach einen Haselstrauch. Alle sind wertvoll für die wichtigen Insekten in den heimischen Gärten.
Die angeblichen pflegeleichten Steingärten sind für die Fachfrau Anita Leuckert keinesfalls akzeptabel. Lebende und atmende Gärten sind eine Sinnesfreude und tragen zur Vielfalt in Flora und Fauna bei. „Es dürfen auch gern die viel gescholtenen Unkräuter sein“, so Leuckert. Knoblauchsrauke, Gartenschaumkraut oder Löwenzahn: Sehr viele dieser Pflanzen finden selbst in Gourmetrestaurants Verwendung. Der bunte und umfangreiche Vortrag kam bei den Jettenbacher Gartenfreunden gut an.
Gute Zusammenarbeit
mit der Gemeinde
Die Vereinsvorsitzende Angela Förster bedankte sich bei Anita Leuckert und forderte die Jettenbacher „Gartler“ zum aktiven Gestalten in den heimischen Gärten auf. Den aus den Ämtern scheidenden Manuela Axenböck (stellvertretende Vorsitzende und Kassenführung), Axel Strobel (Schriftführung), Sylvia Sieghart, Berta Wasylaszcuk (Beisitzer) dankte die „alte und neue“ Vorsitzende Förster für die geleistete Arbeit.
Für eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde sprach sich Bürgermeisterin Maria Maier aus. Zugleich bestärkte sie die Neugewählten zum Mitwirken für eine gute Sache.