Windräder beschäftigen die Schönberger

von Redaktion

Bürgerversammlung Bürgermeister Alfred Lantenhammer will Gemeinde in eine gute Zukunft führen

Schönberg – 126 Gemeindebürger waren es, die Bürgermeister Alfred Lantenhammer zu der Bürgerversammlung begrüßen durfte. Dabei nutzte er die Gelegenheit zum Dank für die Wiederwahl: „Dieses Wahlergebnis sehe ich als Auftrag, meinen eingeschlagenen Weg zusammen mit dem Gemeinderat weiterzugehen und somit die Gemeinde in eine gute Zukunft zu führen“.

Er gab einen Rückblick auf das Jahr: 2025 wohnten 1.166 Personen in Schönberg. Den zehn Sterbefällen standen sieben Geburten gegenüber. Vieles, so der Bürgermeister, ist in den vergangenen Jahren in der Gemeinde geleistet worden, was auch einen relativ hohen Schuldenstand zum Jahresende 2025 von 2.829.363 verursachte, so das Gemeindeoberhaupt. Der Kindergarten, in dem derzeit 85 Kinder in den einzelnen Gruppen betreut werden und die Feuerwehr seien bestens aufgestellt, die Kläranlage wurde ertüchtigt, der Fernwärme-Leitungsbau in die Siedlung Lerch sei abgeschlossen und das Kramerhaus in der Dorfmitte wurde erworben.

Dem Vermögenshaushalt konnten im vergangenen Jahr 221.049 Euro zugeführt werden. Eine Schlüsselsteuer der Gemeinde, die Gewerbesteuer befand sich auf einem Höchststand mit 630.000 Euro. Rund 40 Prozent dieser Steuereinnahme komme aus erneuerbaren Energieformen. Der Anteil an der Einkommenssteuer betrug 828.820 Euro und die Schlüsselzuweisungen 463.040 Euro. Mit dem neuen Hebesatz der Grundsteuer A und B wollte man 175.000 Euro erzielen, 2025 wurden 201.000 Euro erzielt. Deshalb wurde der Hebesatz der Grundsteuer B von 340 auf 300 von Hundert gesenkt, nachdem die Grundsteuer seit dem Jahr 1999 unverändert war.

Die Einnahmen und Ausgaben der Fernwärmeversorgungsanlage hielten sich mit den Nachzahlungen 2025 die Waage. Die Kreisumlage schlug 2025 mit 764.394 Euro zu Buche.

Voll des Lobes war der Bürgermeister über das Engagement der Aspertshamer Bürger beim Bau des neuen Feuerwehrhauses mit Schützenheim. Der Stand der Ausgaben zum 1. April 2025 betrug 406.000 Euro. Bisher haben 63 Personen weit über 4.000 Stunden freiwilliger Arbeit geleistet. Nach Abzug der zu erwartenden Zuschüsse von Feuerwehr und Schützen und aus dem Bundessonderprogramm in Höhe von 153.00 Euro wird der Gemeinde ein Anteil von 560.000 Euro zur Finanzierung verbleiben.

Energieversorgung
ein wichtiges Thema

In seiner Vorschau ging der Bürgermeister auf den Umbau zu Mietwohnungen im Kramer-Haus ein sowie die geplante Erschließung des Baugebietes Bondlfeld II, die für das Jahr 2028 geplant ist. Wie bereits berichtet werden die neuen Feuerwehrhäuser in Schönberg und Aspertsham zu SOS-Stützpunkten im Krisenfall und deshalb mit Notstromaggregaten ausgestattet. Für den gemeindlichen Bauhof wurde ein neues E-Auto angeschafft. Die kommunale Wärmeplanung der Gemeinde sieht vor, zu den bereits mit Fernwärme erschlossenen Ortsteilen noch das Bondlfeld und Eschlbach anzuschließen, dadurch könnten 65 Prozent aller Haushalte einen Fernwärmeanschluss erhalten. In allen anderen Ortschaften plant die Gemeinde keinen Fernwärmeanschluss.

Informiert wurde bei der Bürgerversammlung auch über die Agri-PV-Anlage in Grabing. Hier wird eine Beteiligung der Bürger aus Bodenkirchen und Schönberg möglich sein, dazu wird es eine gesonderte Informationsveranstaltung geben, so Bürgermeister Lantenhammer. Ein großes Thema bei der Bürgerversammlung war die Windkraft. Hierzu soll die Bürgerwindkraft Schönberg GmbH und Co. KG gegründet werden. Dazu stellte der Bürgermeister den Zeitplan für den Bau der Windkraftanlagen vor.

Er ging auch auf das Pilotprojekt „Reversibler Druckluftspeicher“ ein, in das sich auch die Hochschule München eingeklinkt habe und für die Gemeinde kostenfrei eine Machbarkeitsstudie im Rahmen einer Bachelor-Arbeit einer Studentin erstellt.

Bei der anschließenden Diskussion bezogen sich die wenigen Wortmeldungen auf die geplanten Windkraftanlagen im Bernloher Holz. Matthias Maier aus Wiesling fragte nach dem Preis für den aus Windkraft erzeugten Strom. Sandra Lindsmeier wollte vom Bürgermeister wissen, wo die Straßen für den Bau der Anlagen verlaufen werden. Sie fürchtet, ihr Anwesen könnte durch die schweren Maschinen Schaden nehmen. Der Bürgermeister konnte noch keine Angaben zum Straßenverlauf machen.

Alfons Rauscheder aus Staudach fragte nach dem Ausbau der Verbindungsstraße von Brodfurth nach Harpolden. Dieses Vorhaben, so der Bürgermeister ist derzeit auf der Prioritätenliste eher unten angesiedelt.

Hans Hötzinger zeigte sich enttäuscht, dass das ursprünglich für die Gemeinde Schönberg entstandene Gemeindearchiv nun durch die Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen genutzt wird.

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