Mühldorf – Der Iran-Krieg treibt die Spritpreise nach oben. Und schwappt eine Diskussion wieder in die Öffentlichkeit, die in Deutschland in der Regel sehr kontrovers geführt wird: die Frage nach einem Tempolimit. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche lehnt es ab, doch es gibt auch viele Ökonomen, die überzeugt sind: Langsamer fahren spart Benzin.
Wie sehen es die Menschen in der Region Mühldorf? Wir haben Passanten am Stadtplatz gefragt.
Kilian Straßer, Mühldorf: „Grundsätzlich bin ich eher ein Befürworter des Tempolimits und das aus mehreren Gründen. Eine Obergrenze ist spritsparend und reduziert den Lärm, was sich positiv auf die Natur auswirkt.“
Vanessa Gräf, Mühldorf: „Ich spreche mich nicht für ein Tempolimit aus. Mein Arbeitsplatz liegt in München, ich fahre mit dem Auto in die Landeshauptstadt. Ein Tempolimit würde viel Zeit kosten, und das wäre nicht in meinem Sinn.“
Regina Schiller, Ebersberg: „Es gibt gute Aspekte für und gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Ich lehne ein Tempolimit ab, wenn es nur mit Sprit sparen in Verbindung steht. Die CO2- Abgabe soll weg.“
Werner Richter, Oberbergkirchen: Ein Tempolimit würde ich sehr begrüßen. Auf der Autobahn mit 130 km/h unterwegs zu sein, ist allemal ausreichend. Der Staat kann nicht alles finanzieren, das müsste eigentlich klar sein.“
Kurt Maier, Mühldorf: Das schnelle Fahren erübrigt sich sowieso irgendwann. Es gibt zu viele Fahrzeuge und daher ein Gedränge. Jede Autobahn kommt mit Beschränkungen daher, ein Tempolimit wäre trotzdem sinnvoll.
Christian Hetzl, Mühldorf: Mein Motto lautet freie Fahrt für alle. Ein mündiger Bürger kann selbst entscheiden, wie schnell er fahren will, da braucht es keine Vorgaben. Ich bin generell für Liberalität, so auch in diesem Fall.
Ursula Huckemeyer