Gars – Ganz im Zeichen von Ehrungen und Ehrenamt stand am Donnerstag, 16. April, der Abend, den Bürgermeister Robert Otter als einen der schönsten Termine zum Abschluss seiner ersten Amtszeit bezeichnete.
Landrat Max Heimerl hielt zum Auftakt eine Laudatio auf das Ehrenamt und seine Bedeutung für das Gemeinwesen. Annähernd jeder zweite Erwachsene in Bayern engagiere sich ehrenamtlich, das entspreche langer Tradition. Dabei könne der Staat solches Engagement keineswegs einfordern, vielmehr seien Eigeninitiative, Eigenverantwortung und Kreativität Einzelner Bedingungen für eine lebendige und vielfältige Gesellschaft.
Dank an Gemeinderäte und engagierte Bürger
Seit 2014 sei die Förderung des Ehrenamts sogar in der bayerischen Verfassung verankert. Im Landratsamt wurde im Jahr 2024 das sogenannte Freiwilligenzentrum angesiedelt, das den früheren Verein Ehrensache ablöste. Heimerl versicherte, dass der Landkreis bürgerschaftliches Engagement weiterhin koordiniere und unterstütze. Die zu Ehrenden bezeichnete er als echte Vorbilder, denen Dank und Anerkennung gebühre.
Bürgermeister Otter verwies darauf, dass alle Ehrungen auf einen Beschluss des Gemeinderats zurückgehen. Anschließend schritt er zur Tat: Zunächst verabschiedete er die ausscheidenden Gemeinderäte. Er dankte Dr. Markus Huber, Markus Lutz und Christian Nieder für sechs Jahre, Franz Binsteiner für zwölf Jahre und Rainer Hubl und Albert Fischer für 18 Jahre Mitarbeit im Rat der Gemeinde.
Mit Charme und sehr persönlich zugeschnittenen Statements überreichte er anschließend die Ehrennadel der Gemeinde an folgende Bürger: Isabel Anzenberger, Maria Pickel, Elisabeth Hemetmayr, Isolde Schwarzenbeck-Brothage, Petra Eder, Gerd Eisgruber, Markus Schmid, Ferdinand Wimmer, Otto Mittermair, Hans Sachenbacher jun., Anton Gruber, Georg Suittenpointner, Hans-Georg Meier, Klemens Greißl, Dominic Wichlas, Anna Schuster, Albert Ott, Franz Binsteiner, Anton Lentner, Albert Fischer und Michael Inninger.
Mit der Bürgermedaille geehrt wurden sodann Brigitte Kartmann, Bruno Münch sowie in Abwesenheit Altbürgermeister Norbert Strahllechner und Renate Grill. Beeindruckend war die kaum zu überblickende Vielfalt der Bereiche, die Bürgermeister Otter in seiner Rede hervorhob – oft verbunden mit dem Hinweis auf Engagement in mehreren Funktionen. So waren es Kommunalpolitik und Feuerwehr, Seniorenbetreuung und Pfarrgemeindearbeit, Vereinsarbeit und Gemeindepartnerschaften, Geflüchtetenbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit, Musikveranstaltungen und Theaterspiel, Arbeit in Elternbeirat oder Dorfladen, Bautätigkeit und Rechnungsprüfung und vieles andere mehr, die Bürger über Jahre hin ausgeübt hatten.
Höchste Ehre für Hildegard Brader und Max Voglmaier
Höhepunkt der Auszeichnungen war schließlich die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Hildegard Brader und Markus (Max) Voglmaier.
Brader, die zweite, vorher schon dritte Bürgermeisterin, von Otter als Powerfrau und gute Seele von Gars bezeichnet, wurde für ihre vielfältigen Aktivitäten im Gemeindeleben als ‚Kümmerin und Anpackerin in allen Lebenslagen‘ sowie für ‚unfassbare Beliebtheit‘ geehrt.
Max Voglmaier schließlich ehrte die Gemeinde für seine Verdienste bei der Dorferneuerung Mittergars, im Dorfforum, im Dorfladen, für die Institution der Dienstagswanderungen und das Projekt Erinnern 45. ‚Ein Ehrenbürger, wie er im Buche steht‘, war sich der Bürgermeister sicher. Bei Speis und Trank saßen Geehrte und Gäste noch länger beisammen – man hatte viel zu erzählen.