Weg von der „Hochleistungskuh“

von Redaktion

Haag Vor 25 Jahren Versammlung im Pfarrheim sieht ökologischen Landbau auf dem Vormarsch

Haag – Der Markt fand noch unter dem Pavillon im Rathaushof statt. Die Mittagsbetreuung an der Schule lief erst zwei Jahre und hatte aufgrund geringer Nachfrage Finanzierungsprobleme.

Die Schützen des Gaus Wasserburg-Haag feierten im Wasserburger Rathaussaal 75-jähriges Bestehen und wurden als „Kitt der Gesellschaft“ gelobt.

Saustall am
Containerstandort

Eine Meldung aus der Landwirtschaft hieß aufgrund einer Versammlung im Pfarrheim: Der ökologische Landbau ist auf dem Vormarsch, „wenn auch Politiker und Bauernverband mauern“. Man wolle weg von der „Hochleistungskuh“. Die bayerische Kulturlandschaft müsse gegen den Globalisierungsdruck erhalten bleiben. Die „Nähe zum Produkt“ sei wichtig. Über den „Saustall“ am Containerstandort bei der einstigen Post schimpfte Alois Eisenauer von der Gemeindeverwaltung. Das Landratsamt habe sich über zu hohe Reinigungskosten beschwert. Man werde den Standort schließen, wenn sich das nicht bessere. Als „Gemeinderat mit eigener Meinung“ schickte Bürgermeister Hermann Dumbs nach 17 Jahren Herbert Zeilinger in den Ruhestand. Nachfolger wurde Dr. Bernhard Grabmeyer.

Die Haager Feuerwehr um Vorsitzenden Alois Kern bekam mit Ernst Noller und Ernst Kastler zwei neue Ehrenvorsitzende. Der „einzigen Feuerwehrdame“ Doris Noller traten drei Feuerwehranwärterinnen zur Seite.

Mit 111 Mitgliedern erinnerte die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) zur Generalversammlung an die Wiederbegründung vor zehn Jahren durch Bürgermeister Hermann Dumbs und Ludwig Meindl. „Was krieg ich wo in Haag?“, lautete das neue Motto des Werberings „Haag aktiv“, der sich nun auch per Internet an seine Kundschaft wandte. Dieses Angebot galt vor allem Neubürgern.

Martin Huber gab nach 15 Jahren die Verantwortung für die Haager Wasserwacht ab. Nachfolger wurde Markus Kaufmann mit einer Damenmannschaft.

Mit einem großen Fest im Bürgersaal beging die „Haager Bühne“ ihr zehnjähriges Jubiläum. Auszeichnungen galten Theatergründer Erwin Kohl. Höhepunkt wurde neben den künstlerischen Einlagen, darunter Gstanzl von Jack Jakel, der Einzug der Darsteller des Freilichtstücks „Feinde ringsum“, die gleich daraufhin ein Landsknechtessen veranstalteten.

Einradfahren
und Radlrallye

Die „Solidarität“ des Rad- und Kraftfahrvereins Albaching wurde eingetragener Verein. Mit auf dem Programm standen neben dem Ostereiersuchen das Einradfahren und eine Radlrallye. Der Pädagoge und Rennrodler Norbert Hilger holte bei den Sachsenmeisterschaften im Erzgebirge den Vizetitel des bayerischen Meisters.

Mit drei routinierten Schlägen zapfte Pfarrer Heinz Prechtl die traditionelle Schwarzbierwoche im „Freundl“ an. Fünf Jahre zuvor hatten die Schwarzpulverschützen im Anschluss an das Grafschaftsjubiläum und zur Erinnerung an das Schwarzbierzelt auf der Jubiläumswiese die Schwarzbierwoche zusammen mit der Wirtin Ulrike Freundl im Gasthof „Freundl“ etabliert.

Artikel 6 von 11