Ein Brand in einer Werkstatt im Unterreiter Ortsteil Burgstall löste am späten Sonntagabend einen Großeinsatz aus. Rund 150 Einsatzkräfte aus den Landkreisen Mühldorf und Rosenheim waren vor Ort. Die Lage stellte sich als glimpflicher heraus, als zunächst durch die Alarmstufe B4 befürchtet wurde. Die groß angelegte Alarmierung erfolgte am späten Sonntagabend gegen 23 Uhr. Neben vielen Feuerwehren aus dem Landkreis Mühldorf wurden auch mehrere Einsatzkräfte aus dem benachbarten Landkreis Rosenheim alarmiert.
Julian Liebermann, Kreisbrandmeister der Kreisbrandinspektion Mühldorf, war vor Ort und kann schildern, welches Bild sich den Einsatzkräften nach der Meldung bei der zuständigen Leitstelle wirklich bot. „Die B4-Alarmierung wegen eines Brands in einer Lagerhalle oder Werkstatt war breit gefächert. Zwölf Feuerwehren mit insgesamt 150 Einsatzkräften rückten zum Einsatzort an. Wir stellten fest, dass ein circa sechs auf acht Meter großer Lagerschuppen mit integrierter Werkstatt Feuer gefangen hatte. Einen Bagger konnten wir retten. Im Inneren des Schuppens befanden sich Handwerks- und Schreinermaterial wie eine Hobelbank. Somit konnte größtenteils Entwarnung gegeben werden, entzündliche Stoffe waren nicht zugegen.“ Die Feuerwehren setzten Liebermann zufolge daraufhin den Fokus auf das angrenzende Wohnhaus und verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude: „Die Ausdehnung des Brands konnte erfolgreich unterbunden werden. Lediglich Fensterscheiben gingen durch die Hitze zu Bruch und Lüftungsöffnungen schmolzen. Ein Strommast der Bayernwerke wurde zudem in Mitleidenschaft gezogen.“ Summa summarum stellte sich die Lage vor Ort als „glimpflicher“ heraus, als es die Alarmierung zunächst befürchten ließ. „Beim Stichwort B4 muss eine bestimmte Anzahl an Einsatzkräften aus der direkten Umgebung und darüber hinaus ausrücken“, weiß Liebermann. „Umso besser, wenn es sich wie in diesem Einsatz in Burgstall am Ende als nicht ganz so brenzlig entpuppt.“ Er selbst sei um 1 Uhr morgens wieder abgerückt, die Löscharbeiten allerdings dauerten bis in die Morgenstunden an, die Feuerwehr Wang hielt in der Nacht Brandwache. Informationen zur Brandursache liegen der Redaktion derzeit nicht vor. Fotos FIB/ESS; Text Birkhof