Für Gleichberechtigung und Solidarität

von Redaktion

EU-Abgeordnete Niebler würdigt die Frauen-Union Neumarkt-St. Veit zum 50-jährigen Bestehen

Neumarkt-St. Veit – Ein halbes Jahrhundert engagierter Einsatz für gesellschaftliche Verantwortung, Gleichberechtigung und gelebte Solidarität: Die Frauen-Union (FU) Neumarkt-St. Veit lud ein zur Feier ihres 50-jährigen Bestehens. Seit seiner Gründung verfolgt der Ortsverband klare Ziele: Hilfe für Schwächere, den Einsatz gegen Unrecht sowie die kontinuierliche Verbesserung der Rolle der Frau in Gesellschaft und Politik.

Über Herausforderungen
der Gegenwart

Für dieses jahrzehntelange Engagement fand die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler, Vorsitzende der CSU-Europagruppe, klare Worte. In ihrer Rede spannte sie den Bogen von den Anfängen politischer Frauenarbeit bis zu den Herausforderungen der Gegenwart.

Frauen hätten sich ihre politische Stimme über viele Jahre hart erarbeitet, betonte sie. Gerade in der Kommunalpolitik sei es entscheidend, Menschen zusammenzubringen und Politik nah an den Bürgern zu gestalten.

Mit Blick auf geopolitische Spannungen, den Wandel durch künstliche Intelligenz und tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen warb sie für Zusammenhalt: „Es ist eine Zeit mit viel Dynamik und Herausforderungen – und genau deshalb braucht es starke Gemeinschaften.“ Die Frauen-Union gehe hier mit gutem Beispiel voran.

Im Anschluss sorgte eine Fotopräsentation mit rund 600 Bildern aus fünf Jahrzehnten Frauen-Union, zusammengestellt von der Vorstandschaft, für viele persönliche Erinnerungen und sichtbare Verbundenheit. Angelika Niebler war nicht der einzige prominente Name auf der Gästeliste. Ein festlicher Gottesdienst in Maria-Einsiedeln in Teising hatte die Feierlichkeit eingeläutet. Im Anschluss wurde im Gasthaus Maier in Teising gemeinsam weitergefeiert.

Die FU-Kreisvorsitzende Barbara Fuchshuber zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Frauen-Union Neumarkt-St. Veit und hob den erreichten Frauenanteil von 50 Prozent im Stadtrat hervor. Dies sei ein Signal, das weit über die Stadt hinauswirke. Die Frauen-Union vor Ort sei, so Fuchshuber, „Treiber für Fortschritt und Veränderung“. Mit einem augenzwinkernden Gedicht und einem Geschenkkorb voller „Nervennahrung für kommende Vorstandssitzungen“ setzte sie einen humorvollen Schlusspunkt.

Landrat Max Heimerl dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und würdigte besonders die anwesenden Gründungsmitglieder, die vor 50 Jahren mit Mut und Überzeugung vorangegangen seien. Die Frauen-Union, so Heimerl, habe gesellschaftliche Relevanz weit über politische Arbeit hinaus bewiesen – etwa mit der Osternestsuche oder dem Glühweinstand, die längst feste Institutionen in der Stadt seien. Gleichzeitig hob er das soziale Engagement und die politische Wirksamkeit des Ortsverbands hervor.

Auch der CSU-Landtagsabgeordnete Sascha Schnürer betonte die Bedeutung der Frauen in politischen Entscheidungsprozessen. Frauen machten Gremien ausgewogener, sagte er, und bezeichnete die Frauen-Union als starken und verlässlichen Partner.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer gratulierte herzlich zum Jubiläum und zeigte sich erfreut, dass an diesem Tag alle politischen Ebenen vertreten waren. Mit dem Zitat von Erich Kästner „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ brachte er das Selbstverständnis der Frauen-Union auf den Punkt.

Zugleich erinnerte er daran, dass die politische Beteiligung von Frauen nicht immer selbstverständlich gewesen sei. Umso wichtiger und unverzichtbarer seien Frauen heute in der Politik. Besonders würdigte er, dass die Frauen-Union stets nah an den Anliegen der Bürgerinnen sei.

Kommune profitiert
von der Arbeit der FU

Zweiter Bürgermeister Egbert Windhager dankte im Namen der Stadt für das langjährige Engagement. Gerade die Kommune habe in vielfacher Weise von der Arbeit der Frauen-Union profitiert. Sein besonderer Dank galt auch den Angeboten und Aktionen für Kinder und Familien.

Den Schlusspunkt der Grußworte setzte der designierte Bürgermeister Stefan Streck. Er dankte im Namen des CSU-Ortsverbands für die herausragende Arbeit der Frauen-Union und betonte, das Engagement des Ortsverbands sei in dieser Form weit über die Region hinaus bemerkenswert. „Was hier geleistet wird, ist alles andere als selbstverständlich“, so Streck.

Höhepunkt der Feier war die Ehrung der Gründungsmitglieder Margarete Altmann, Maria Schenk und Leni Heiss. Sie alle sind seit der ersten Stunde dabei und wurden für ihr außergewöhnliches und jahrzehntelanges Engagement gewürdigt.

Zum Abschluss wurde deutlich: Auch nach 50 Jahren ist die Frauen-Union aus dem gesellschaftlichen und politischen Leben vor Ort nicht wegzudenken. Denn eines ist sicher – ohne Frauen fehlt der Politik oft die nötige Ausgewogenheit.

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