Ampfing – Ab 1. September steigen die Gebühren für die gemeindlichen Kindertagesstätten um fünf Prozent. Das haben die Gemeinderäte in der März-Sitzung bei zwei Gegenstimmen beschlossen. Damit tragen die Räte der Entwicklung Rechnung: Steigenden Zahlen von betreuten Kindern steht auch ein wachsender Zuschussbedarf gegenüber. Im vergangenen Jahr lag der Zuschuss der Gemeinde zu den laufenden Betriebskosten – Kinderkrippe, drei Kindergärten und Kinderhort – sowie im katholischen Kindergarten bei 4,2 Millionen Euro. Dem standen Einnahmen von 2,6 Millionen Euro gegenüber. Die restlichen 38 Prozent (1,6 Millionen Euro) deckte die Gemeinde. 2024 lag der Zuschussbedarf bei 1,3 Millionen Euro. Um diesen gemeindlichen Anteil nicht noch größer werden zu lassen, beschlossen die Gemeinderäte schweren Herzens eine Gebührenerhöhung um fünf Prozent, da auch 2026 unter anderem durch eine Tariferhöhung die Personalkosten weiter ansteigen werden. Bereits im Vorjahr hatten die Räte die Gebühren um 15 Prozent angehoben. „Wir erhoffen uns davon eine Stabilisierung der Verhältnisse“, begründete Geschäftsstellenleiter Hans Wimmer den Vorschlag der Gemeinde, dem die Räte alles andere als begeistert zustimmten.