Sportverein setzt auf bewährte Führung

von Redaktion

Jahresversammlung des TuS Mettenheim mit Neuwahlen – Mitgliedsbeiträge werden moderat erhöht

Mettenheim – Neuwahlen und eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge waren Themen bei der Jahresversammlung des TuS Mettenheim im Sportheim.

Bei den Neuwahlen gab es keine Überraschungen: Florian Gaspar bleibt Vorsitzender, Ambros Seelos junior ist jetzt sein Stellvertreter. Kassier ist Hans Brandenburger, für das Amt des Schriftführers wird noch jemand gesucht. Die Fußballabteilung führt zukünftig Marco Fottner, er wird dabei von Florian Männer unterstützt. Die Sparte Tischtennis leiten Florian Gaspar und Simon Baumgartl. Bei den Stockschützen fungiert Peter Herrmann als Abteilungsleiter, sein Beisitzer heißt Dieter Veit. Im Tennis nehmen diese beiden Funktionen Stefan Kastenhuber und Bernhard Heumeier ein. Die Kasse prüfen weiterhin Sarah Gaspar und Kerstin Fottner.

Bevor es an das vom TuS finanzierte Jahresessen ging, wurde der scheidende Schriftführer Andreas Kastenhuber mit einem Präsent geehrt. Er hatte diese Tätigkeit zehn Jahre lang ausgeübt und verändert sich privat nach Österreich, wo er den Bund der Ehe schließt.

Eine von der Vorstandschaft für notwendig erachtete moderate Erhöhung der Mitgliedsbeiträge wurde einstimmig beschlossen. Kinder bis zu 13 Jahren zahlen jetzt 50 statt 40 Euro, Jugendliche müssen nun zehn Euro mehr berappen, sie liegen bei einem Jahresbeitrag von 55 Euro. Erwachsene kosten jetzt statt 75 Euro 85 Euro und der Familienbeitrag erhöht sich auf 140 Euro. Vorher zahlte die Familie 120 Euro.

Im Vorfeld hatte der Vorsitzende Florian Gaspar auf das abgelaufene Sportjahr zurückgeblickt. „Wir haben zurzeit 481 Mitglieder, davon sind 213 Kinder und Jugendliche unter 27 Jahren. Ursache für Letzteres ist unsere gute Jugendarbeit, die Jugend ist die Zukunft unseres Vereins“, so Gaspar. Er berichtete von einem neuen Verwaltungsprogramm und bat, um unnötige Kosten zu vermeiden, Änderungen der Vorstandschaft mitzuteilen. „Das geht ganz einfach unter info@tus-mettenheim.de“, so der Vorsitzende. Er listete auf, dass der Verein vier Trainer mit C-Schein habe, die gutes Training machen. Jede Woche seien zudem 25 bis 30 Betreuer aktiv, ihr Führungszeugnis liege vor. Der Verein muss zwei Sportgelände unterhalten, was viel Arbeit mache. „Manches machen wir in Eigenleistung, aber alles können wir auch nicht stemmen.“

Dem anwesenden Bürgermeister gab er für die nächste Gemeinderatssitzung die Bitte auf den Weg mit, ob die kommunale Förderung von 15.000 Euro auf 20.000 Euro aufgestockt werden könnte. „Wir investieren selbstverständlich auch. Ein Beispiel gefällig: Die Fußballjugend hätte gerne einen Soccerplatz. Man kann sich darunter einen Fußballkäfig mit den Maßen 13 Meter mal 20 Meter vorstellen. Wir hatten das Okay der Gemeinde und dann kam der Hammer: Die Fördergelder wurden um 20 Prozent gekürzt. Jetzt ist das Projekt in der Schwebe. Wir haben für etwa 4.000 Euro die Kalkschutzanlage erneuert und die Schiedsrichterkabine saniert. Sie bekam neue Fliesen und Sanitäranlagen.“

Erwin Zeug, der Kreisvorsitzende des BLSV, lobte in seinem Grußwort: „Es läuft bei euch im Verein, das merkt man schon, wenn man zur Tür hereinkommt.“ Er informierte aber auch, dass sich die Förderrichtlinien nach unten verschoben haben. Statt 45 Prozent gibt es nur mehr 25 Prozent an Zuschüssen. Ganz wichtig sei: Jeder im Verein, ob in der Vorstandschaft, ob Abteilungsleiter oder Aufsichtsperson, benötigt ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. Er rief dazu auf: „Meldet mir Personen, die im Hintergrund viel für den Verein leisten. Als ‚Stille Stars‘ werden sie vom BLSV einen Tag lang verwöhnt.“ Auch Bürgermeister Josef Eisner lobte den Verein für seine im Ehrenamt geleistete Arbeit für die Gemeinde Mettenheim. Einen Rückblick gaben auch die einzelnen Abteilungsleiter. Ambros Seelos junior sprach für die Fußballherren: „Wir haben zwei Mannschaften im Ligabetrieb, dazu eine AH-Mannschaft, diese trainiert am Dienstag um 19 Uhr. Ein Problem ist unser dünn besetzter Kader. Auf dem Trainingsplatz funktioniert ein Flutlicht nicht, hier wird ein 150 Meter langes Erdkabel erneuert. Und der Umbau der nicht mehr zeitgemäßen Heimkabine ist fällig, Hilfeleistung von Freiwilligen ist hier erwünscht“.

Für die Junioren im Fußball berichtete Mariusz Kantoch unter anderem von einer neuen Mädchenmannschaft, in der zehn Mädchen spielen. Die älteren Jugendlichen spielen in einer Spielgemeinschaft mit Zangberg und die Jugend brauche ganz dringend Hallenzeiten im Ort. Auslagerungen kosteten den TuS bereits 1.200 Euro. Florian Gaspar sprach für die Sparte Tischtennis: „Wir haben 50 bis 60 Aktive, darunter 20 Jugendliche. Bemerkenswert ist, unser Jüngster ist sieben Jahre, er trainiert mit dem 87-jährigen Willi Maier“.

Peter Herrmann leitet die Abteilung Stockschützen: „Wir nahmen am Kreispokal und an den Dorfmeisterschaften teil. Ein Höhepunkt war die Beteiligung an einem internationalen Turnier in Seeboden am Millstätter See in Österreich. Eine Mannschaft nahm am Spielbetrieb teil.“

Das Problem der Stockschützen ist, dass Ältere aufhören, aber nur wenige Jüngere nachkommen. Stefan Kastenhuber berichtete über die Sparte Tennis, die 123 Mitglieder aufweist. Bei den Damen spielte eine Mannschaft mit vier Damen, bei den Herren gab es zwei Teams mit sechs Herren. Wie jedes Jahr gab es zweimal das Schleiferlturnier und die Vereinsmeisterschaft. Beim „Tag der Vereine“ in der Grundschule brachte man den Kindern den Tennissport näher.

Kassier Hans Brandenburger stellte den Kassenbericht vor. Dieser ergab, dass der Turn- und Sportverein Mettenheim auf einer soliden finanziellen Basis steht. Die Kassenprüfung durch Sarah Gaspar und Kerstin Fottner bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung, was zur Entlastung der Vorstandschaft führte.

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