Kita-Plätze müssen teurer werden

von Redaktion

Wegen gestiegener Personal- und Unterhaltskosten erhöht die Stadt Waldkraiburg die Gebühren für ihre Kindertageseinrichtungen. Ab September müssen Eltern mehr für die Betreuung zahlen. Der Finanzausschuss stimmte dem Vorhaben ohne große Diskussionen zu.

Waldkraiburg – Die Stadt Waldkraiburg kommt an einer Anpassung der Gebühren für ihre Kindertageseinrichtungen nicht vorbei. Steigende Kosten machen diesen Schritt notwendig. Entsprechend einig zeigte sich der Finanzausschuss, der ohne große Diskussion zustimmte.

Insgesamt ist die Stadt Waldkraiburg Träger von drei Kindertageseinrichtungen, bei neun weiteren sowie fünf Horten übernimmt sie anteilig die Defizite. Finanziert wird das System über staatliche Zuschüsse nach dem bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz sowie über Elternbeiträge.

„Schlechte
Finanzierungssituation“

Diese Gebühren möchte die Stadt jetzt anheben. Hintergrund sind die steigenden Personalkosten durch die Tariferhöhungen sowie höhere Unterhalts- und Instandhaltungskosten. „Es ist eine schlechte Finanzierungssituation“, erklärte Stefan Süße, Abteilungsleiter Generationen und Kultur. Die höheren Gebühren sollen einerseits diese Mehrkosten auffangen, andererseits aber auch sicherstellen, dass die Qualität der Betreuung nicht leidet. Mit der Erhöhung steht die Stadt nicht allein da: Auch andere Träger wollen laut Süße ihre Gebühren zum September anheben. „Wir sind hier im Gleichklang.“ Geplant ist ein Plus von fünf Prozent.

Was bedeutet das für Eltern? Bei vier bis fünf Stunden Betreuung im Kindergarten zahlen Eltern derzeit 139 Euro (ohne Brotzeit), ab September sind es 146 Euro. Bei sechs bis sieben Stunden steigt der Beitrag von 169 auf 177 Euro. In der Kinderkrippe erhöht sich der Beitrag bei vier bis fünf Stunden von 204 auf 214 Euro, bei sechs bis sieben Stunden von 247 auf 259 Euro.

Ähnliches Niveau
in allen Einrichtungen

Einigkeit herrschte im Finanzausschuss darüber, dass die Gebühren angepasst werden müssen. „Es ist wichtig, dass die Kosten umgelegt werden“, erklärte Michael Steindl (UWG). Fraktionskollegin Karin Bressel verwies darauf, dass Familien mit geringem Einkommen Unterstützung beantragen können. Gleichzeitig betonte sie, dass Eltern für die Beiträge eine gute Betreuungsqualität erhalten. Wichtig sei zudem, die Gebühren in allen Einrichtungen auf einem ähnlichen Niveau zu halten. Am Ende fiel die Entscheidung einstimmig: Die Gebühren für Kindergarten und Kinderkrippe sollen um jeweils fünf Prozent erhöht werden.

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