Gedenken der Seliger-Gemeinde der Ortsgruppe Waldkraiburg

von Redaktion

80. Jahrestag der ersten Zugankunft sudetendeutscher Flüchtlinge und Vertriebener am „Alten Bahnhof“

Waldkraiburg – Der erste Zug mit Vertriebenen und Flüchtlingen aus Eger im Sudetenland kam am 23. April 1946 am Bahnhof Kraiburg (Alter Bahnhof) an. Weitere Transporte folgten am 25. April aus Eger sowie am 29. April aus Neutitschein in Mähren. Mit weiteren Transporten waren es schließlich über 900 Bewohner, darunter 180 Kinder, die vorübergehend im sogenannten „Holzlager“ im heutigen Waldkraiburg-Süd untergebracht wurden.

Das war die Keimzelle für die Entwicklung Waldkraiburgs zur ersten Vertriebenenstadt Deutschlands. Ein sehr markantes Datum für die Seliger-Gemeinde, die sich als Gesinnungsgemein- schaft sozialdemokratischer Sudetendeutscher versteht, ist der September 1946. In diesem Monat erreicht ein sogenannter Antifaschisten-Transport“ mit Sozialdemokraten aus der Gegend um Graslitz, den Bahnhof. Die Entwicklung der heutigen Stadt Waldkraiburg ist eng mit dem Engagement dieser Vertriebenen verbunden. So stammten die ersten Bürgermeister Waldkraiburgs aus dem Sudetenland, so auch der in der Erinnerung für die Seliger-Gemeinde immer noch präsente Sozialdemokrat Dr. Josef Kriegisch.

Aus Anlass dieses für die Geschichte der Stadt Waldkraiburgs bedeutenden Ereignisses am 23. April 1946 gedachten Vorstandsmitglieder der Seliger-Gemeinde dieses 80. Jahrestages.

Die Seliger-Gemeinde trägt sich mit dem Gedanken, nach der Konstituierung des neuen Stadtrates einen Antrag an die Stadt zur Anbringung einer Gedenktafel am „Alten Bahnhof“ zu stellen.re

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