Mettenheim – Der Gemeinderat hat den Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen. Danach schloss der Verwaltungshaushalt mit rund 8,53 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit rund 2,69 Millionen Euro. Wie die Kämmerei unter der Rubrik „Laufende Angelegenheiten“ in ihrem Bericht über den Verwaltungshaushalt bemerkte, waren die Personalkosten spürbar gestiegen. Die müssen laut Gemeinderat unbedingt im Auge behalten werden, denn der laufende Aufwand stieg in vielen Bereichen enorm an, wie zum Beispiel massiv beim Strom.
So sah sich die Kommune gezwungen, einige Haushaltsstellen aufzustocken. Die Notwendigkeit erklärt sich aber auch aus den erhöhten Ausgaben für die Betreuung der jüngsten Mettenheimer in der Kinderwelt „St. Michael“, aus den zu finanzierenden Auflagen für den Kindergarten sowie aus dem Aufwand zum Unterhalt des Straßen-, Wasser- und Kanalnetzes.
Spürbar belastet die Gemeinde überdies die seit Jahren wachsende Kreisumlage. Die Gewerbesteuereinnahmen gingen dagegen zurück, weil sich in Mettenheim bisher nur spärlich Gewerbe ansiedelt.
Das Loch im Gemeindesäckel mit Fördergeldern zu stopfen, erwies sich als ebenso wenig praktikabel. Dem mit 2,69 Millionen Euro gefüllten Vermögenshaushalt wurden indessen beträchtliche finanzielle Mittel entnommen, um in den vergangenen Jahren Baugrundstücke für die Gemeinde Mettenheim zu kaufen. Diese gilt es nun zu erschließen und vorzubereiten, um sie baureif und verkaufsfertig auf dem Markt anbieten zu können. Der Aufwand ist vorzustrecken, wobei die Einnahmen aus den Grundstücksverkäufen erfahrungsgemäß nur teilweise die Verkaufseinnahmen decken. Weitere Sanierungen der Infrastruktur müssen Stück für Stück in Angriff genommen werden, weshalb sich im Haushaltsplan entsprechende Ansätze finden. Kredite brauche die Gemeinde nach Angabe von Bürgermeister Josef Eisner nicht aufzunehmen. Doch angesichts einer auf 3.626 Bürger gewachsenen Einwohnerzahl gab es bei Bedarf Zuführungen aus den Rücklagen.
Das Investitionsprogramm zur Planung aller Vorhaben zwischen den Jahren 2027 und 2029 wurde ebenfalls im Gemeinderat begutachtet und einstimmig beschlossen. Zu den notwendigen Investitionen zählten die Sitzungsteilnehmer sowohl die Errichtung des neuen Feuerwehrhauses in Mettenheim-Dorf als auch die Anschaffung einer neuen Lüftungsanlage für den Kindergarten.
Bei der alljährlichen Haushaltsaufstellung sollen nach dem Willen des Gemeinderates noch einmal alle Investitionsvorhaben unter die Lupe genommen werden, um Möglichkeiten zur Einsparung zu entdecken.