„Jetzt muss die junge Generation ran“

von Redaktion

Hans Bauer verlässt nach 30 Jahren den Gemeinderat

Engelsberg – Beständigkeit – so war das Fazit, das man in der Gemeinde Engelsberg nach der Kommunalwahl ziehen konnte. Fast alle Mitglieder des Gemeinderates wurden wiedergewählt, Bürgermeister Martin Lackner in seinem Amt bestätigt.

Beständigkeit, dieses Stichwort passt auch auf den Zweiten Bürgermeister Hans Bauer, der jedoch bei der Kommunalwahl nicht mehr angetreten ist. Nach 30 Jahren, also von 1996 bis 2026, hört er auf, weil er der Überzeugung ist, dass die junge Generation jetzt „rangelassen“ werden sollte. Hans Bauer ist 67 Jahre alt, pensionierter Kriminalhauptkommissar. Er ist verheiratet, hat zwei Töchter und drei Enkelkinder.

Fünf Perioden war er im Gemeinderat, kandidierte für die Unabhängige Bürgerliste (UBL). Es war schon recht ungewöhnlich, damals, vor 30 Jahren, als er als gebürtiger Mühldorfer und Zugezogener in den Gemeinderat gewählt wurde.

Es war nicht immer leicht, erinnert er sich. In den Anfangsjahren war das Thema „zentrale Wasserversorgung im Außenbereich“ ein Streitthema, das den Gemeinderat in zwei Lager gespaltet hatte. Bis heute, so Bauer, ist das nicht gelöst, die Situation hat sich nicht verbessert, weil immer noch 50 Anwesen im Außenbereich der Gemeinde Engelsberg nicht angeschlossen sind. Die Wahlperioden unter Bürgermeister Franz Ketzer standen im Zeichen des Schuldenabbaus, was ein enorm wichtiger Schritt war, damit man sich die Investitionen, die unter Bürgermeister Hermann Abel getätigt wurden, leisten konnte. Bauer erinnert sich auch gern an das Thema „Dorferneuerung“, das Dr. Peter Aigner, damals Zweiter Bürgermeister, angeschoben und umgesetzt hatte. Davon profitierte die Gemeinde enorm, so Bauer. Hans Bauer war von 1997 bis 2012 Betreuer im Jugendraum, zusammen mit anderen engagierten Bürgern, und er war von 2002 bis 2020 Feuerwehrreferent im Gemeinderat. In der Fernwärme, die ab 2010 für den Dorfbereich umgesetzt wurde, war er im Aufsichtsrat.

Nach 30 Jahren gibt es viele Themen, die in dieser Zeit angepackt wurden, wie die Schulhaussanierung, die Kindergartenerweiterung, die Ausweisung von Baugebieten, der Kinderkrippen-anbau und auch dessen Erweiterung und als letztes großes Projekt der Begegnungspark Inhausen. Auch dies ist ein Vorzeigeprojekt, da ist sich Bauer sicher. Zu allen Projekten, die in seiner Zeit im Gemeinderat angepackt wurden, stand und steht er nach wie vor.

Das Amt des Zweiten Bürgermeisters, so Hans Bauer, ist schon eine Herausforderung, es fallen mehr Termine an, als man meint. Jetzt sei es auch mal schön, keine Verpflichtungen und Termine mehr zu haben. Auch seine Frau wird nicht mehr soviel zurückstecken müssen, für seine Hobbys wird er sich Zeit nehmen, wie das Radlfahren, etwas mehr Verreisen und die Enkelkinder betreuen und bespaßen. Aber gerne möchte er auch den neuen Ortsheimatpfleger Dr. Peter Aigner tatkräftig unterstützen. gg

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