Die SVA-Fußballer sind auf Erfolgskurs

von Redaktion

Neuwahlen, Mitgliederboom und Millionenprojekt bei der Jahresversammlung – Drei Ehrenmitglieder

Aschau – Viele Besucher, wichtige Entscheidungen und ein deutlicher Blick nach vorn: Die Jahresversammlung des SV Aschau zeigte eindrucksvoll, wie sich der Verein derzeit entwickelt. Bürgermeister Christian Weyrich gab zum Bau des Multifunktionsplatzes den aktuellen Stand wieder und lobte die professionelle Vereinsarbeit und das große Engagement der „Veilchen“. Im Mittelpunkt des Abends standen die Neuwahlen. Die Mitglieder sprachen den bisherigen Abteilungsleitern Christian Wehrle und Franz Scheitzeneder erneut ihr Vertrauen aus. In seinem Bericht präsentierte Wehrle alle Fakten der erfolgreichen Vereinsarbeit, starke Mitglieder- und Finanzzahlen, die die positive Entwicklung unterstreichen. Gleichzeitig machte er deutlich, wohin der Weg führt: „Wir werden den Verein in allen Bereichen weiter zukunftsfähig aufstellen und den erfolgreichen Kurs der vergangenen Jahre fortsetzen“, so Wehrle.

Neu in die Vorstandschaft gewählt wurden mit Thomas Wintersteiger, Christian Zaglauer und Tom Rein-gruber gleich drei stellvertretende Jugendleiter sowie mit Manuel Stadlmayr und Florian Pörner neue sportliche Leiter und Funktionäre im Herrenbereich. Damit stärkt der Verein gezielt die Jugend- und Herrenarbeit und unterstützt mit Erfahrung und frischem dynamischem Engagement die bereits tätigen Jugend- und Herrenverantwortlichen.

Bei der Versammlung wurde besonders Hans Baumgartner gedacht, der im August 2025 gestorben ist. In seiner Traueranzeige hatte die Familie – ganz in seinem Sinne – darum gebeten, für den Bau des neuen Multifunktionsplatzes zu spenden. Diese Unterstützung sei ein Zeichen großer Verbundenheit und Wertschätzung und bleibt dem Verein in ewiger und dankbarer Erinnerung.

Ein besonders emotionaler Moment des Abends war die erstmalige Ernennung von drei Ehrenmitgliedern in der Vereinsgeschichte. Mit Manfred Römer, Alexander Linster und Roland Höpfinger ehrte der SV Aschau Persönlichkeiten, die den Verein über Jahrzehnte geprägt, unterstützt und mit Leben erfüllt haben. Sie standen über lange Zeit auf dem Platz, im Vorstand oder als verlässliche Stützen im Hintergrund – immer genau dort, wo sie gebraucht wurden. Ihr Engagement ging weit über ihre offiziellen Aufgaben hinaus. Es war geprägt von Leidenschaft, Vereinstreue und der Fähigkeit, den SV Aschau in schwierigen wie in erfolgreichen Zeiten zusammenzuhalten.

Auch die Entwicklung der Mitgliederzahlen zeigt den positiven Trend: Seit 2021 hat sich die Zahl der Mitglieder nahezu verdoppelt. Der Verein betonte jedoch, dass nicht allein das Wachstum zählt, sondern die Qualität der Ausbildung und vor allem ein starkes, lebendiges und soziales Miteinander. Das Mitgliederwachstum lässt sich auf die jahrelang erfolgreiche Jugendarbeit zurückführen. „Die Jugendarbeit ist und bleibt das Herzstück des SV Aschau“, so Wehrle. Mit derzeit über 200 Kindern und Jugendlichen sowie 24 engagierten Trainern bildet der Jugendbereich das Fundament für die sportliche Entwicklung der kommenden Jahre.

Die erste Mannschaft machte nach dem unglücklich verpassten Aufstieg 2023/2024 im darauffolgenden Jahr alles perfekt und sicherte sich mit einer souveränen Saison frühzeitig die Meisterschaft in der Kreisliga – und damit den hochverdienten Aufstieg in die Bezirksliga 2024/2025. Ein Höhepunkt war die Verleihung des Fair-Play-Preises durch Landrat Max Heimerl, der das vorbildliche Auftreten des Teams während der Relegation würdigte. In der laufenden Bezirksliga-Saison kämpft die Mannschaft um den Klassenerhalt. Mit 25 Punkten steht das Team auf einem Relegationsplatz. Die enge Tabellenkonstellation lässt weiterhin alle Chancen offen. Auch die zweite Mannschaft blickt auf ein starkes Jahr zurück: Das junge Team, das überwiegend aus eigenen Nachwuchsspielern besteht, erreichte in der Saison 2024/2025 den sechsten Platz. Seit der Neueinteilung in die A-Klasse 3 misst sich die Mannschaft ausschließlich mit ersten Mannschaften anderer Vereine und steht aktuell auf Rang sieben – weiterhin mit guten Aussichten auf den Klassenerhalt.

Als größtes Infrastrukturprojekt seit der Vereinsgründung wurde auch nochmals der Bau des neuen Multifunktionsplatzes mit zwei Beachvolleyballplätzen mit einer Gesamtsumme von 1,7 Millionen Euro vorgestellt. Die Fertigstellung des Platzes wird im Oktober 2026 angepeilt.

Der Platz soll moderne Trainingsbedingungen bieten und zusätzlichen Raum für den Sport der vielen sportbegeisterten Kinder und Jugendlichen schaffen.

Zum Abschluss wurde deutlich: Der SV Aschau blickt optimistisch nach vorn. Mit einer neu formierten Vorstandschaft, klaren Zielen und einem großen Infrastrukturprojekt in der Umsetzung sieht sich der Verein bestens gerüstet für die kommenden Jahre.

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