Ein Glücksfall für die Realschule

von Redaktion

Martin Demmelhuber ist der neue Leiter der Realschule Waldkraiburg. Bei seiner offiziellen Amtseinführung feierten ihn Schüler, Lehrer und Gäste aus der Politik. Sie nannten den neuen Chef einen „Glücksfall“ für die Schule.

Waldkraiburg – Martin Demmelhuber war schon vor Beginn der Feierstunde emsig im Schulhof und im Foyer der Realschule unterwegs, um Kollegen, Freunde und Weggefährten zu begrüßen, die zu seiner offiziellen Amtseinführung als Leiter der Realschule Waldkraiburg erschienen waren. Mit Umarmungen und Händedrücken nahm Demmelhuber Glückwünsche und Geschenke entgegen.

Die Schulfamilie hatte sich für ihren neuen Chef mächtig ins Zeug gelegt. Lehrer und Schüler gestalteten in der Aula ein abwechslungsreiches Programm, das das Prädikat „wertvoll“ durchaus verdiente. Der Schulchor, die Schulband, der Lehrerchor und das Schultheater sorgten für einen unterhaltsamen Nachmittag.

Voller Einsatz
für die Schule

Das Erstaunen war groß, als die Schüler Noah Keller und Benedikt Koller als Moderatoren der Veranstaltung auftraten und dafür von den Besuchern mit reichlich Applaus honoriert wurden. Der stellvertretenden Schulleiterin Marion Ruhland oblag es, die Gäste aus Gesellschaft und Politik zu begrüßen. Da Martin Demmelhuber bereits seit September an der Schule ist, formulierte Ruhland ihre bisherigen Eindrücke des Chefs so: „Martin ist ein Glücksfall für uns, er zeigt vollen Einsatz und Engagement. Wir schätzen seine Art.“

Bevor weitere Redner ans Mikrofon traten, servierte Moderator Noah Kellner dem Schulleiter symbolisch eine Tasse Kaffee, auf der mit Noten und Buchstaben stand: „Wenn der Chef spricht, hat der Rest Pause“. Die stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag hob hervor, dass die Realschule Waldkraiburg mit über 1.100 Schülern und rund 90 Lehrkräften zu den größten Realschulen Bayerns gehört. „So eine Schule zu führen, verlangt Haltung, Weitblick und Führungsstärke“, betonte die Kommunalpolitikerin und ergänzte: „Martin Demmelhuber spielt Gitarre und Tenorhorn. Bei der Gitarre ist Fingerspitzengefühl gefragt und beim Tenorhorn ein langer Atem. Beides kann für einen Schulleiter nur von Vorteil sein“.

Zweiter Bürgermeister Anton Kindermann richtete an Demmelhuber die Worte: „Sie haben bereits bewiesen, der anspruchsvollen Aufgabe in Ihrem Hause gewachsen zu sein.“ Kindermann freute es, in seinen letzten Amtstagen dieser Feierstunde noch beiwohnen zu können.

Als Ministerialbeauftragter Karsten Kundt zum Rednerpult schritt, hatte er eine Kapitänsmütze dabei, denn er glaubte: „Ein guter Kapitän wird nicht durch ruhige See gemacht. Wenn wir auf die heutige Amtseinführung blicken, wissen wir, dass die damit verbundenen Aufgaben aufgrund der Schullandschaft von heute selten ein ruhiger Hafen sind. Sie ist vielmehr ein bewegtes Meer, das Erfahrung, Mut und in jedem Fall eine klare Navigation erfordert.“ Demmelhuber hätte das Steuerrad an der Staatlichen Realschule nicht per Zufall übernommen, es sei eindeutig das Ergebnis eines bisher beeindruckenden Weges.

Kundt zählte Stationen Demmelhubers auf, wie ein Studium in England, Tätigkeiten im Seminarbereich und die Arbeit als Konrektor in Erding und Eggenfelden. Der Ministerialbeauftragte wünschte dem Schulleiter ein riesiges Herz, das den Puls der Schule spürt, und riet: „Bleiben Sie nah an den Menschen, an den Schülern, Lehrkräften und Eltern.“

Originelle Geschenke
und persönliche Einblicke

Der Personalrat an der Schule mit seinem Vorsitzenden Franz Huber kam nicht nur mit einem Willkommensgruß, sondern auch mit einer Überraschung: „Den Schulschlüssel hast du zwar schon, aber wir bringen dir einen Zweitschlüssel mit“ – in Form eines üppig belegten Brezenschlüssels. Der Elternbeirat stand ebenfalls nicht mit leeren Händen vor dem neuen Chef. Manuela Barschdorf und ihre Kollegen befüllten für Demmelhuber eine Schultüte mit buntem Allerlei.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten huschte Moderator Benedikt Koller flugs zur Familie von Martin Demmelhuber und erkundigte sich bei den Töchtern, ob der Papa daheim auch mit den Hausaufgaben helfen würde. „Auf alle Fälle, da ist er super“, versicherten die jungen Damen.

Ein sichtlich
gerührter Schulleiter

Der von allen Seiten Gelobte zeigte sich zum Schluss der Feierstunde tief berührt und gab zu: „Ich muss das alles erst sacken lassen.“ Demmelhuber bedankte sich bei allen Beteiligten, die zum Gelingen des Festaktes beitrugen, und auch eigens dafür, dass er von Anfang an das Gefühl hatte, an der Schule und im Kollegium willkommen zu sein.

Die Amtseinführung endete mit einem Musikstück, und es war klar, dass hier auch Martin Demmelhuber seinen Beitrag leistete. Er war der Mann am Tenorhorn.

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