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von Redaktion

Holzwerk Obermeier feiert 70-jähriges Bestehen und weiht neues Heizwerk ein – Aiwanger hält Festrede

Schwindegg – Bei strahlendem Wetter wurden das Firmenjubiläum und die Einweihung des neuen Heizwerks auf dem Werksgelände der Firma Obermeier gefeiert. Für die zahlreich erschienenen Gäste war eigens ein Festzelt errichtet worden. Doch die Begrüßung mit dem Überblick über 70 Jahre Firmengeschichte und die Weihe von Pfarrer Thomas Barenth konnten auf dem freien Platz vor dem Zelt stattfinden.

Am Anfang stand
eine mutige Entscheidung

Auf eine Zeitreise nahm Firmenchefin Ingrid Obermeier-Osl die Gäste mit und erzählte von den Anfängen des Holzwerks Obermeier Mitte der 50er-Jahre. Damals trafen Franz und Franziska Obermeier die mutige Entscheidung, aus einer Landwirtschaft ein Sägewerk zu machen. Das Geschäft wuchs, Tochter Ingrid und Schwiegersohn Georg traten ins Unternehmen mit ein. Es kamen Kunden hinzu. 2009 folgte die Erweiterung um den Standort Babensham.

Dann trafen Schicksalsschläge die Familie: Firmengründer Franz Obermeier und der Schwiegersohn Georg starben nur wenige Jahre nacheinander. Doch durch Zusammenhalt, mit dem Firmenteam und mit der Hilfe von Freunden konnte die herausfordernde Zeit gestemmt werden. Heute, wo in dritter Generation Alexander Obermeier mit die Firmenleitung übernimmt, werden im Unternehmen Schlagworte wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung umgesetzt.

Mit dem verheerenden Brand im Kesselhaus 2024 traf das Unternehmen ein weiterer Schicksalsschlag. Große Investitionen waren nötig. Die Arbeitskraft von Alexander Obermeier wurde fast vollständig vom Wiederaufbau gebunden. Schnell konnte dieser bewältigt werden, sodass mit dem Jubiläum die Einweihung der neuen Heizzentrale stattfinden konnte. Gleichzeitig entstand die Werkshalle für den Zuschnitt mit modernster, innovativer Technik. Beides wurde am Tag des Jubiläums von Pfarrer Thomas Barenth geweiht. Er sah in der Innovation das „mutige Vorangehen und Vertrauen in die Zukunft“ und segnete das Heizwerk und die Werkshalle. Bei der Werksbesichtigung erläuterte Alexander Obermeier die leistungsstarken und umweltfreundlichen Anlagen, die auch mit Einsatz einer KI betrieben werden.

IHK-Präsident Peter Inselkammer lobte in seinem Grußwort die 70 Jahre Erfolg und Leidenschaft für das Unternehmen und verlieh, gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer der IHK München, Manfred Gößl, eine Urkunde an die Familie Obermeier. Landtagsabgeordneter Sascha Schnürer teilte persönliche Erinnerungen an das Unternehmen mit dem Publikum und hob die Bereitschaft der Firmenleitung, beherzt Investitionen in die Hand zu nehmen hervor. Bürgermeister Roland Kamhuber erinnerte sich an den Brand und dankte für die Investition in den Standort Schwindegg, die Grundlage ist für Arbeitsplätze, Gewerbesteuereinkünfte und auch für Sponsoring. Anschließend verlieh Ingrid Obermeier-Osl Baumpatenschaften an die Ehrengäste.

„Zukunft
ist kein Zufall“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger kam am Nachmittag und hielt die Festrede. Er brach eine Lanze für familiengeführte Mittelständler und stand dafür ein, dass der Staat den Betrieben nicht das Geld entziehe. Als Chef der Bayerischen Staatsforsten erwähnte er den Waldumbau und rief dazu auf, Laubholz zu nutzen und das „Nadelholz nicht verschwinden zu lassen“. Abschließend rief der stellvertretende Ministerpräsident dem Publikum zu: „Wir sind froh, dass es Euch noch gibt“, schloss er seine Rede und forderte auf, die Jugend bei Handwerkswunsch zu unterstützen. „Zukunft wird gemacht und ist kein Zufall!“, so Aiwanger.

Nach einer Führung durch das Werk reiste er weiter und auf dem Festplatz wurde weiter gefeiert. Ein Karussell und ein Mandelstand sorgten für Volksfeststimmung.

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