Obertaufkirchen wehrt sich

von Redaktion

Klare Positionierung im Planfeststellungsverfahren zum zweigleisigen Bahnausbau

Obertaufkirchen – Das Planfeststellungsverfahren für den zweigleisigen Bahnausbau läuft und in den davon betroffenen Gemeinden Schwindegg und Obertaufkirchen wurde in den Gemeinderäten diskutiert. Für den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke sind umfangreiche Arbeiten nötig. Darunter auch der Ausbau von Rettungswegen und Bodenverbesserungsmaßnahmen. Die Pläne wurden im Internet ausgelegt. Von dort konnten die umfangreichen Unterlagen heruntergeladen werden.

Gegen die Schließung des
Bahnübergangs Allersheim

Der Gemeinderat Obertaufkirchen beschäftigte sich mit dem Beteiligungsverfahren. Im Vordergrund standen folgende Themen: die ersatzlose Schließung des Bahnübergangs Allersheim und damit die Zunahme des Durchfahrtsverkehrs durch Obertaufkirchen; der Schallschutz für Wies, Rampoldsheim und Thalham; die Erschütterungsimmissionen für Wies, Rampoldsheim und Thalham; Durchlassbauwerke und Regenrückhaltebecken auf dem Gemeindegebiet von Obertaufkirchen; Baustelleneinrichtungen und Baustellenstraßen im Gemeindegebiet; Beweissicherung der Gemeindestraßen in Abstimmung mit der Bahn.

Inzwischen hat die Gemeinde ein Ingenieurbüro mit der Überprüfung der Schallimmissionen beauftragt und ihren Anwalt mit der Formulierung des Einwandschreibens beauftragt.

In der jüngsten Sitzung stellte Bürgermeister Franz Ehgartner die Stellungnahme der Gemeinde vor. Darin erhebt die Gemeinde Einwendungen gegen die große Menge an Daten, die in der Kürze der gegebenen Zeit nicht zu überblicken waren. Ihr Einwand gilt auch der lediglich elektronischen Verfügbarkeit der Daten. Zusätzlich zu den formalen Kriterien lehnt die Gemeinde die Schließung vom Bahnübergang in Allersheim ab, wegen der Zunahme des Durchfahrtverkehrs durch den Ort. Gefordert wird, eine Verkehrsprognose und auch ein Gutachten neu zu erstellen. Weiter fordert die Gemeinde ausreichende Schallschutzmaßnahmen, da „massive Grenzwertüberschreitungen“ zu erwarten sind, vor allem nachts. Zu den Erschütterungsimmissionen lautet die Forderung der Gemeinde, dass auf jeden Fall eine „besohlte Schwelle“ kommt. Weiter ist die Gemeinde der Ansicht, dass Bereiche wie der „Ziegelheimer Weg“ und „Moosweg“ als Baustraßen nicht geeignet sind.

„Die Bürger müssen sich wehren“, so der Bürgermeister. „Sie haben ein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Viele kamen gar nicht auf die Internetseiten. Die heruntergeladene Menge an Daten umfasst 29 verschiedene Ordner.“ Zum Thema Bodenaustauschmaßnahmen meinte Johann Stettner (Heimattreue): „Wer würde das in den Unterlagen suchen? In Straß rechnet keiner damit, dass er mit dem Bahnausbau zu tun hat.“ Peter Hartinger (CSU) war der Ansicht, die Bürger sollten noch einmal informiert werden. Bürgermeister Franz Ehgartner verwies auf die bereits erfolgte Information. Doch die Informationen stehen auch noch einmal auf der Homepage der Gemeinde, so der Bürgermeister. Die Stellungnahme der Gemeinde wurde einstimmig beschlossen.

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