Viele Bürger beten am Georgikreuz in Neumarkt-St. Veit um Frieden

von Redaktion

Der Gedenktag an die Schlacht bei Neumarkt a. d. Rott im Jahr 1809 wird seit 1836 als „Georgitag“ begangen. Mag sein, dass dies einst als Heldengedenktag diente, aber seit die Soldatenkameradschaft Neumarkt-St. Veit die Kirche und die Verwaltung „mit ins Boot holte“, gedenken befreundete Kameradschaften, Feuerwehren der Stadt und der Nachbarorte und die Ortsvereine aller Toten und der Leiden aller Opfer von Kriegen. Sie wollen vor jeglicher Gewalt zwischen den Nationen warnen. Auch dieses Jahr pilgerten über 30 Vereine, 20 davon mit ihren Fahnen, in zwei Zügen vom Stadtplatz zur Gedenkstätte „Georgikreuz“, wo die meisten gefallenen Freunde und Feinde von 1809 gemeinsam eine Ruhestätte gefunden haben. Hier hatte der städtische Bauhof wieder den Altar errichtet, von dem aus Verbandspfarrer Franz Eisenmann mit Hunderten weiterer Teilnehmer um Frieden betete. In seiner Predigt stellte er fest, die Menschen würden falschen Hirten folgen und wohl auch folgen müssen. Das Vorbild, das Jesus als guter Hirte der Menschheit gab, würde heute nicht richtig erkannt. Der Vorsitzende der Neumarkter Soldatenkameradschaft, Ludwig Spirkl, empfing die beiden Gedenkzüge mit ihren Kapellen (Blaskapelle Georg Meier und Stadtkapelle) am Denkmal in der Badestraße. Bevor eine Ehrenformation einen Kranz für die Kriegsopfer niederlegte, schilderte Spirkl die Situation zur Zeit Napoleons. Die heutigen Kriegstreiber könne er nur größenwahnsinnig nennen. Nur die Erinnerung an die Kriegsgräuel könne helfen, den Frieden zu erhalten. Die Züge marschierten zum Stadtplatz zurück, wo sie sich nach einem Standkonzert auflösten. Fotos / Text jaensch

Artikel 6 von 11