100 Jahre „Frisch auf“

von Redaktion

Der Radfahrverein „Frisch auf“ in Neumarkt-St. Veit wurde 1926 gegründet und feiert jetzt sein 100-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass veranstaltet der Verein für alle Radbegeisterten eine besondere „Bike Challenge“ mit verschiedenen Strecken für Familien, Mountainbiker und Rennradfahrer.

Neumarkt-St. Veit – Gravel-Bike oder E-Bike, Rennrad oder Hollandrad, Lastenrad und City-Bike, Mountainbike oder Trekkingrad. Wer heutzutage ein Fahrradgeschäft betritt, hat die Qual der Wahl. Für jeden Geschmack lässt sich das passende Fahrrad finden. Die technische Entwicklung macht es möglich, dass Radfahren bis ins hohe Alter möglich ist. Mehrere tausend Euro kann man heute ausgeben, wenn man sein Wunschrad zusammenstellen will.

Vom „Velociped“ zur
Hightech-Maschine

Das war anno dazumal noch nicht möglich, kostspielig war ein „Velociped“ – so nannte man die ersten kurbelbetriebenen Fahrräder. „So ein Radl kostete selbst gebraucht immer noch 480 Mark“, weiß etwa Walter Jani, selbst Ehrenvorstand beim Radfahrverein „Frisch auf“, der in diesem Jahr auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblicken kann. „Der jährliche Verdienst eines königlichen Postboten lag seinerzeit bei 800 Mark“, stellte Jani schon bei einem Vortrag vor zehn Jahren die Kosten in Relation.

Kein billiges Hobby also. Dennoch haben schon 1884 erste Rennen im Landkreis stattgefunden, unter anderem in Frauenhaselbach. Auch ein Radlverein „All heil“ Neumarkt taucht in Zeitungsartikeln auf, doch ein konkretes Datum wird erst mit der Gründung des Radfahrvereins „Frisch auf“ genannt. Das war am 27. Februar 2026.

Jetzt, 100 Jahre später, verfügt der Verein über eine ausführliche Chronik, mit vielen Fotos, die im Laufe der Jahre von Schwarz-Weiß allmählich in Farbbilder übergegangen sind. Mit Fahrrädern, an denen der Fortschritt eindeutig erkennbar ist, wenn etwa die Neumarkter Radler sich wieder einmal zu einer Fernfahrt über die Alpen aufgemacht haben. Seit mehreren Jahrzehnten mit der Partnerstadt Caneva in Italien als Ziel.

Den 100. Geburtstag feiern die Neumarkter Radler mit einer Veranstaltungsserie, an deren Anfang ein Film über Extremradler Gerhard Dashuber stand: „Seven Summits – Jeder Kilometer zählt“.

Passend zum Jubiläumsjahr laden die Radler zu einer „Bike Challenge“ ein. Einige Steigungen sind mit dabei, wenn sich Radfahrer der Region noch bis zum 14. Juni, auf eine vom Radfahrverein definierte Strecke begeben. „Neu ist dieses Mal, dass wir für Familien, Mountainbiker und Rennradfahrer getrennte Strecken anbieten“, erklärt Vorstandsmitglied Jürgen Kollmeder. Die Familientour wird knapp 20 Kilometer lang sein. „Sie ist für Familien mit Kindern gedacht und relativ flach“, erklärt Kollmeder.

Die Strecke für Mountainbiker befindet sich eher im Gelände und führt über Forst- und Waldwege. Eine längere Distanz auf Asphalt soll schließlich Rennradler zum Mitmachen animieren. Start und Ziel befinden sich wieder am Bocciaplatz unweit der Stadtbücherei (Herzoglicher Kasten). Nähere Informationen dazu gibt es im Internet unter www.frischauf-nsv.de. Unter den Einsendungen werden Preise verlost, als Hauptpreis gibt es ein Fahrrad, gestiftet von VeloVelo.

Ein Fahrrad als Hauptpreis
gibt es am 11. Juli

Die Preisverleihung findet am 11. Juli anlässlich der 100-Jahr-Feier des Vereins statt. Dazu lädt der Radfahrverein ab 15 Uhr in den Schlossgarten Adlstein ein, zunächst bei Kaffee und Kuchen. Ab 16 Uhr folgt ein Vortrag von Jani Walter. Gegen 18 Uhr erzählt Gerhard Dashuber von „Radeln und Helfen“ über seine abenteuerlichen Radtouren, abends gibt es Live-Musik mit der „Rollin‘ Boazn“.

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