Defibrillatoren bayernweit koordiniert

von Redaktion

Stärkung der Hausärzte angemahnt

Mettenheim – Mühldorfs Stimmkreisabgeordneter Sascha Schnürer (CSU) ist Mitglied des Gesundheitsausschusses im Landtag. Bei der Jahresversammlung der Seniorenunion berichtete er über wichtige Entscheidungen, die aufgrund seiner Initiative getroffen wurden. Eine der häufigsten Todesursachen in Bayern, so Schnürer, sind akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Defibrillatoren sind hier entscheidend für die Erstbehandlung. Der schnelle Einsatz und Verfügbarkeit entscheidet im Ernstfall nicht nur über Tod oder Leben, sondern auch vor allem über Folgeschäden. Der Freistaat Bayern hat deshalb die Rettungskräfte mit diesen Geräten ausgestattet und seit vielen Jahren Geräte an öffentlichen sowie privaten Gebäuden gefördert, sodass ein flächendeckendes Netz entstanden ist.

Zudem hat der Freistaat entsprechende Schulungsmaßnahmen für Ersthelfer installiert, die auch Früchte tragen. Im Ernstfall stellt sich aber für den Ersthelfer die Frage, wo der nächstgelegene Defibrillator greifbar ist. Hier sei der Freistaat auf Initiative der CSU-Fraktion im Landtag schon länger dran, eine Übersicht aller schätzungsweise 40.000 Geräte in Bayern zu erfassen und zu veröffentlichen. Mittel wurden bereitgestellt, jedoch tat man sich mit der Projektierung schwer. Schnürer wurde vom Gesundheitsausschussvorsitzenden Bernhard Seidenath gebeten, hier zu unterstützen. Schnürer fand mit der Björn-Steiger-Stiftung und der Deutschen Herzstiftung geeignete Projektträger, die als private Stiftungen das Projekt anstelle des Innenministeriums abwickeln können. Zudem stellte man die Projektziele um und ging von einem Datenbankansatz für die Leitstellen, auf einen Ansatz, dass dies in digitalen Karten wie Google Maps, Bing und Ähnlichen publiziert werden soll und einem Vernetzungsansatz von Herstellern, App-Anbietern in dem Bereich, Rettungsorganisationen bis hin zu Sprachrohren in die Öffentlichkeit. Ein entsprechender Förderbescheid wurde übergeben.

Schnürer verfasste zudem einen Antrag im Gesundheitsausschuss, in dem er die bayerische Staatsregierung auffordert sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass man die Ansätze des „Krankenhaus-Zukunfts-Gesetzes“ mit dem Schwerpunkt der digitalen Vernetzung der Kliniken auch analog auf die niedergelassenen Ärzte ausweitet. Er spricht sich auch für eine Stärkung der Hausärzte aus und gegen missbräuchliche Krankschreibung mittels Online-Formular ohne Arztkontakt.

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