Landkreis Mühldorf wächst

von Redaktion

Prognose bis 2044 rechnet mit fast 8.000 Menschen mehr – Bevölkerung altert weiter

Mühldorf – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verkündete am Montag, 27. April, die neuesten Hochrechnungen zur Bevölkerungsentwicklung in Bayern. Die Bevölkerung Bayerns insgesamt soll moderat wachsen, um rund 278.000 Einwohner bis zum Jahr 2044. Die Gesamteinwohnerzahl Bayerns läge dann bei etwa 13,53 Millionen (2024: 13,25 Millionen). Für Oberbayern wird bis 2044 ein deutliches Bevölkerungswachstum erwartet. Aber nicht durch Geburten, denn deren Zahl geht zurück, sondern durch Wanderung innerhalb Bayerns und Deutschlands und Zuwanderung aus dem Ausland.

Knapp 2.000 mehr
Einwohner in Mühldorf

Die Vorhersage für den Landkreis Mühldorf fällt in dem Zahlenwerk besonders hoch aus. „Deutlich“, so heißt es, „wächst bis 2044 in Oberbayern der Landkreis Mühldorf am Inn um 6,5 Prozent“. 122.160 Einwohner waren es Stand 31. März 2025. Mit der prognostizierten Steigerung um rund 7.940 Menschen würden 2044 also 130.100 Menschen im Landkreis leben. Im Vergleich dazu soll die Einwohnerzahl der Landeshauptstadt München nur um 4,7 Prozent wachsen.

In einer Übersicht des Bayerischen Landesamtes für Statistik können die Entwicklungszahlen für alle Städte und Gemeinden im Landkreis Mühldorf abgerufen werden. Für Kommunen unter 5.000 Einwohnern wurden sie von 2024 ausgehend nur bis ins Jahr 2038 hochgerechnet, für die darüber bis 2044. Die Kreisstadt Mühldorf wächst demnach von 22.503 Einwohnern (2024) auf 24.500 (2044); Waldkraiburg soll von 25.737 auf 26.600 Bürger anwachsen; Neumarkt-St. Veit von 6.334 auf 7.000; Ampfings Bevölkerungszahl soll von 7.234 auf 8.500 steigen und der Markt Haag von 6.532 auf 6.800 Einwohner.

100 Erwerbsfähige
auf 41 Rentner

Veränderungen werden von den Statistikern nicht nur bei den Einwohnerzahlen, sondern auch in den Altersgruppen erwartet. So soll das Durchschnittsalter in Oberbayern bis zum Jahr 2044 um 1,7 Jahre auf 45,1 Jahre ansteigen, in ganz Bayern sogar auf 46 Jahre. Die Gruppe der über 67-Jährigen wird von 2,51 Millionen Personen im Jahr 2024 um rund 687.000 Personen auf dann 3,20 Millionen Menschen anwachsen – von 19 Prozent auf 23,6 Prozent der Gesamtbevölkerung Bayerns.

Trend der alternden
Bevölkerung setzt sich fort

In diesem Zeitraum wird der Anteil der 20- bis 66-Jährigen von aktuell 62,3 Prozent der Bevölkerung auf 58,2 Prozent abnehmen. Die Zahl der Jüngeren unter 20 Jahren wird nach dieser Vorausberechnung mit derzeit 18,8 Prozent und 18,1 Prozent im Jahr 2044 annähernd konstant bleiben.

Demnach werden im Jahr 2044 voraussichtlich etwa 31 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren sowie knapp 41 Personen im Ruhestandsalter ab 67 Jahren auf 100 Bayern im potenziell erwerbsfähigen Alter kommen. Damit setze sich der langfristige Trend einer fast überall in Bayern alternden Bevölkerung fort, so die Erkenntnis der Experten.

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