Töging – Im gut besuchten Gastraum der Gaststätte „Fratello beim Springer“ wurde die Mitgliederversammlung des Verdi-Ortsvereins Altötting-Mühldorf mit Neuwahlen der Vorstandschaft durchgeführt.
In einem umfangreichen Geschäftsbericht, der den Zeitraum von 2022 bis 2026 umfasste, ließ Thomas Rebel nochmals die zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen des Ortsvereins Revue passieren. Er freute sich dabei besonders hinsichtlich der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen über die hervorragende Kooperation mit dem Kreisverband des DGB, der KAB Altötting, der Arbeitskammer Österreich und vielen weiteren Institutionen aus der Region. So fanden neben Informationsveranstaltungen zu sozialen Themen auch Diskussionsveranstaltungen mit maßgeblichen Politikern statt.
Er stellte besonders die Teilnahme des Ortsvereins am „Burghauser Sozialforum“, an der Messe „Drent und herent“ und an den Kundgebungen am 1. Mai heraus. Zudem listete er die zahlreichen Einzelaktivitäten im gewerkschaftlichen und lokalpolitischen Bereich auf. Er bedankte sich dabei bei der sehr aktiven Vorstandschaft, die in vielen Vorstandssitzungen die Aktivitäten diskutierte und organisierte.
Als Referent skizzierte Robert Metzger, Verdi-Bezirksgeschäftsführer Rosenheim, die Herausforderungen, denen sich die Gewerkschaften gegenübersehen, angesichts der sich abzeichnenden Maßnahmen der Bundesregierung im sozialen Bereich. So sei zu befürchten, dass die Auswirkungen der geplanten Reformen in erster Linie die Beschäftigten, aber auch Rentnerinnen und Rentner betreffen würden.
Die Konfliktlinie verlaufe, so der Referent, nicht zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich. Der Sozialstaat sei der Garant für Sicherheit und Wohlstand. „Wer hier zum Kahlschlag ansetzt, gefährdet den sozialen Frieden in Deutschland“, so skizzierte er den drohenden Sozialabbau.
An zahlreichen Beispielen zeigte Robert Metzger auf, was es für den Einzelnen bedeute, wenn die Pflege unbezahlbar, der Acht-Stunden-Tag aufgeweicht, die Gesundheit zum Luxus und die Rente unsicher werde. Was als Reform ausgegeben werde, könne in der Konsequenz bedeuten, dass Gesundheit, Pflege und Rente teurer würden. Verbesserungen in diesen Bereichen seien möglich und finanzierbar. Dazu brauche es, so bekräftigte er abschließend, mehr Tarifbindung und mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sowie eine gerechte Vermögens- und Erbschaftsbesteuerung für Überreiche.
Bei den Neuwahlen zum Ortsvorstand wurden Thomas Rebel als Vorsitzender und Anton Raischl, beide aus Burgkirchen, einstimmig wiedergewählt. Bei der Wahl zu den Beisitzern wurden aus den verschiedenen Verdi-Fachbereichen gewählt: Robert Höll, Waldkraiburg, Thomas Hundhammer, Waldkraiburg, Christian Neumann, Töging. Birgit Käsmeier, Mühldorf, Angela Rebel, Burgkirchen, Steffi Berger, Hart, Ulli Meier, Marktl, Max Kasper, Töging, Gisela Schmitz-Doetzkirchner, Emmerting. Mit einem Ausblick auf anstehende Veranstaltung schloss der Vorsitzende die Versammlung.