Abschied im Stadtrat

von Redaktion

Sieben Räte gehen nach insgesamt 156 Jahren im Amt

Neumarkt-St. Veit – 68 Stadtratssitzungen, ebenso viele Treffen des Finanz- und Verwaltungsausschusses und des Bau- und Umweltausschusses. Und überall hatten sich die Mandatsträger des Neumarkter Stadtrates mit wertvollen Beiträgen zum Wohle der Stadt eingebracht. Die letzte Stadtratssitzung der Legislaturperiode von 2020 bis 2026 nutzte der scheidende Bürgermeister Erwin Baumgartner, um den ehrenamtlich tätigen Gremiumsmitgliedern seinen Dank auszusprechen.

Baumgartner würdigte die ausscheidenden Mitglieder

Einer der Stadtratsmitglieder, der sich bei der letzten Kommunalwahl nicht mehr aufstellen ließ, ist Wolfgang Hobmaier. Der CSU-Stadtrat gehörte dem Gremium von 2014 bis 2026 an. Er war in diesen Jahren Mitglied im Bau- und Umweltausschuss, und bekleidete während dieser Zeit auch das Amt des Gebäudereferenten. „Er brachte von beruflicher Seite her viel Erfahrung mit und hat uns immer gute Ratschläge gegeben“, würdigte Baumgartner die Expertise Hobmaiers.

Ebenfalls zwölf Jahre lang gehörte CSU-Stadtrat Michael Kulhanek dem Stadtrat an (2014 bis 2026). Kulhanek, der zweimal sogar als Gegenkandidat gegen den amtierenden Bürgermeister Baumgartner angetreten war, diesen 2020 sogar in die Stichwahl gedrängt, dann aber aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hatte, war in all den Jahren als weiterer Bürgermeistervertreter gelistet. Er war von 2014 bis 2026 Mitglied des Finanz- und Verwaltungsausschusses sowie der Gemeinschaftsversammlung. Im Rechnungsprüfungsausschuss wirkte er von 2014 bis 2020 mit und brachte sich in der Zeit von 2020 bis 2026 als Mitglied im Büchereikuratorium ein. Ebenso war er von 2020 bis 2026 Kulturreferent. Er hatte nicht mehr für den Stadtrat kandidiert.

Auch Ferdinand Rothkopf (CSU) hatte nicht mehr kandidiert und scheidet nach 18-jähriger Stadtratsarbeit (2008 bis 2026) aus dem Gremium aus. Als Mitglied gehörte er dem Bau- und Umweltausschuss von 2008 bis 2014 an, er war Mitglied im Grundschulverband (2008 bis 2020) und von 2020 bis 2026 auch Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses.

Auf 24 Jahre ehrenamtliches Engagement bringt es Georg Wimmer (UWG), der am 1. Mai 1990 erstmals – damals noch in der CSU – seine Tätigkeit aufgenommen hat, und zwar bis 2008. Nach einer Unterbrechung von 2008 bis 2020 wurde er 2020 erneut in den Stadtrat gewählt, dieses Mal für die UWG.

Er war Mitglied im Bau- und Umweltausschuss von 1996 bis 2008 sowie von 2020 bis 2026. Während der Ausübung seines Mandates war er stets Mitglied der Gemeinschaftsversammlung, auch dem Grundschulverband gehörte er an, von 1990 bis 2002 sowie von 2020 bis 2026.

Und dann kam Baumgartner zum „absoluten Spitzenreiter“ bezüglich seiner langjährigen Mitgliedschaft im Neumarkter Stadtrat. 36 Jahre war Dr. Klaus Windhager Mandatsträger für die UWG. „Das wird so schnell niemand schlagen“, ist sich Baumgartner sicher. „Ich danke dir persönlich für deine jahrelange Unterstützung, deine guten Worte und immer wieder auch für ein aufbauendes Gespräch“, würdigte der scheidende Bürgermeister die Arbeit von Dr. Windhager.

Er war seit 1984 Stadtratsmitglied, allerdings zwischendrin mit einer Pause. Denn von 1996 bis 2002 hatte sein Bruder Egbert den Vorzug erhalten, weil damals die Regelung es vorsah, dass nur ein Familienmitglied im Stadtrat vertreten sein durfte.

Dr. Klaus Windhager war Mitglied im Finanz- und Verwaltungsausschuss von 1990 bis 1996 und von 2002 bis 2026, weiterer Bürgermeister von 2002 bis 2014 und Mitglied im Büchereikuratorium von 1984 bis 2002.

Zu guter Letzt kam Baumgartner auf Egbert Windhager zu sprechen, der von 1996 bis 2002 und von 2008 bis 2026 dem Stadtrat angehörte, also insgesamt 24 Jahre. Er war Mitglied des Finanz- und Verwaltungsausschusses von 1996 bis 2002 und von 2008 bis 2026. Als weiterer Bürgermeister fungierte er von 1996 bis 2002 und von 2008 bis 2020. Von 2020 bis 2026 war er als Zweiter Bürgermeister Baumgartners rechte Hand im Amt. „Ich danke Dir für die gute und vertrauliche Zusammenarbeit, auch wenn ich mal überrascht war, wie oft ein Rentner im Urlaub sein kann“, meinte Baumgartner augenzwinkernd. Windhager betonte, dass er sehr stolz darauf gewesen sei, dieses Amt zu bekleiden. „Danke für das Vertrauen. Ich habe es sehr gerne gemacht!“

Ulrich Geltinger (SPD), der 30 Jahre dem Stadtrat angehört hatte, war im Urlaub. Ihm wünschte Baumgartner aus der Entfernung alles Gute für den „Ruhestand aus dem Stadtratsleben heraus“. Geltinger wurde erstmals 1996 in den Stadtrat gewählt, war Mitglied im Bau- und Umweltausschuss (2002 bis 2008) und auch im Finanz- und Verwaltungsausschuss (2014 bis 2026). Der Gemeinschaftsversammlung gehörte er von 1996 bis 2002 an, das Amt des Umweltreferenten bekleidete er von 2002 bis 2008. Er war Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss (1996 bis 2026), davon zwölf Jahre sogar Vorsitzender.

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