„Biobauernstammtische“ in Schnaitsee

von Redaktion

Hermann Hofstetter von der Organisation Tagwerk informiert über die Ökomodellregion-Initiative

Schnaitsee – Es war nun schon der dritte Biobauernstammtisch, zu dem die Initiatoren für eine Ökomodellregion Chiemgau einluden. Zu dieser Zusammenkunft waren diesmal überwiegend Landwirte aus der Gemeinde Babensham gekommen. Als versierter Fachmann in der Biobranche hatte Hermann Hofstetter von der Organisation“ Tagwerk“ die Einladung angenommen. Alois Dirnaichner von der Ökomodellregion-Initiative, erläuterte den Anwesenden die Vorteile für die Bauernschaft, aber auch für die konventionelle Landwirtschaft. Eine Ökomodellregion will in erster Linie durch gezielte Maßnahmen den hohen Stellenwert regionaler Bioprodukte beim Verbraucher bewusst machen. Dies erfordert natürlich Verarbeiter und Handel mit ins Boot zu holen; aber auch ein sanfter Tourismus gehört hier ins Konzept.

Eine wichtige Funktion nimmt hierbei der Ökomodellmanager oder die Ökomodellmanagerin ein. Informationsaustausch, Vernetzung und Unterstützung der Biobauern bei neuen Ideen, sind seine respektive ihre Aufgabe. Klar, die Initiative muss jedoch von der Bauernschaft kommen. Es soll niemandem etwas aufgezwungen werden und hierzu seien auch diese Stammtische gedacht. Was sinnvoll und nötig ist, wissen die Bauern und Akteure selbst am besten. In Schnaitsee befinden sich die Ölmühle Garting und der Großmarkt Scherer. Beide haben bereits bei den vorangegangen Stammtischen ihr Interesse bekundet; also kommt es jetzt darauf an, den Faden aufzugreifen und kreative Workshops zusammenzustellen. Norbert Buortisch aus Reitmehring, Mitglied im Stadtrat in Wasserburg am Inn, zeigte sich überzeugt, dass eine Ökomodellregion mit der Stadt entstehen werde. Noch nicht ganz einig war man jedoch mit der Namensgebung. Buortisch schlug deshalb „Ökomodellregion Wasserburger Land – Nördlicher Chiemgau“ vor. Klar, meinte dazu Dirnaichner, wichtig sei eben nur, dass es zu einem Zusammenschluss von mindestens fünf Gemeinden käme. Es wäre natürlich schön, wenn neben Wasserburg auch Schnaitsee mit der VG Obing und Babensham hinzukämen; aber noch besser wären natürlich noch weitere fünf angrenzende Kommunen, dies würde die Kosten für die einzelnen Gemeinden deutlich reduzieren, 3.000 bis 4.000 Euro jährlich. Es sei allerdings derzeit noch verfrüht, hier über die Kosten zu spekulieren, hier müssten sich die Gemeinden je nach Finanzkraft selbst absprechen. Abschließend versprach Dirnaichner eine ausführliche Präsentation zur Ökomodellregion.

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