Polling – Mit einem besonderen Fokus auf das innere Gleichgewicht der Kinder fanden an der Grundschule Polling kürzlich die Projektwochen unter dem Motto „Kinder in Balance – Achtsamkeit im Schulalltag“ statt. Ziel war es, den Schülern Wege zu zeigen, wie sie durch Achtsamkeit gelassener und konzentrierter durch den Schulalltag gehen können.
Den Auftakt bildete ein Elternabend, bei dem Elisabeth Ostermaier, Achtsamkeitstrainerin für Kinder und Jugendliche, die Bedeutung von Achtsamkeit erläuterte. Sie erklärte, wie achtsames Wahrnehmen laut Studien Stress reduzieren und die emotionale Stabilität stärken könne – Fähigkeiten, die gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit immer wichtiger würden. Zudem wurden den Eltern einfache praktische Übungen für den Alltag vermittelt.
In den Tagen danach erlebten alle vier Schulklassen spannende Unterrichtseinheiten, in denen die Kinder den Begriff „Achtsamkeit“ kennenlernen und erfahren konnten, wie diese ihnen im Alltag helfen kann. Besonders eindrucksvoll war die Einführungsübung mit der „Erdbeere“: Die Kinder nahmen die Frucht mit allen Sinnen wahr – sie betrachteten sie genau, rochen an ihr, fühlten und schmeckten sie bewusst.
Dabei bemerkten viele, wie schnell ihre Gedanken abschweiften. Sie lernten, ihre Aufmerksamkeit immer wieder auf den Moment zurückzulenken – auf das, was sie gerade taten. Diese intensive Übung förderte bei den Schülern Konzentration und Präsenz.
Darüber hinaus wurden Atem- und Körperübungen durchgeführt, die halfen, den Schülern, ihre Aufmerksamkeit zu bündeln und sich zu entspannen. Die Lehrerinnen planen, weitere Übungen auch nach den Projektwochen regelmäßig im Unterricht einzusetzen, um Achtsamkeit als festen Bestandteil des Pollinger Schulalltags zu verankern.
Schulleiterin Lisa Simböck betont: „Die Projektwochen haben gezeigt, wie wichtig es ist, Kinder dabei zu unterstützen, mit sich selbst in Kontakt zu kommen und innere Ruhe zu finden. Das stärkt nicht nur ihre Lernfähigkeit, sondern auch ihr Wohlbefinden.“