„Nicht nur die Siege zählen“

von Redaktion

Der Landkreis Mühldorf ehrt über 100 Sportler und Funktionäre für ihren Einsatz

Fabienne Töpel aus Haag wurde ebenfalls geehrt.

Mühldorf – Die Sporthalle im beruflichen Schulzentrum Mühldorf bot ein buntes Bild: Trachten und Sportjacken, Anzüge und Sommerkleider, getragen von Landkreisbürgern zwischen Kindergarten- und Rentenalter aller Gesellschaftsschichten: Dazu die bunten und virtuosen Auftritte mit rhythmischer Sportgymnastik des TSV 1860 Mühldorf: Allein dieses Bild illustrierte die weite Palette und große Bedeutung des Sports für das Miteinander im Landkreis.

Erkennbar dankbar zeigte sich Landrat Max Heimerl in seiner Begrüßungsrede dafür, dass der Sport in seinem Landkreis eine so große Rolle spielt.

Sein Dank galt vor allem den Übungsleitern und Funktionären, die – und das betonten auch seine Nachredner, der BLSV-Kreisvorsitzende Erwin Zeug und der Erste Gauschützenmeister Erich Jungwirth – ständig Opfer bringen: Sie nehmen Verzicht auf Freizeit, viele Autokilometer und viel Trainingsarbeit auf sich, um vor allem den Nachwuchs zu fördern. Dass diese Veranstaltung, bestens vorbereitet und präsentiert durch Heimerls Mitarbeiterin Barbara Roßmann, ihm am Herzen lag, war bei der Ehrung der über hundert Sportler und Schützen deutlich erkennbar. Nicht nur weil er, wie er anmerkte, in jedem Jahr wieder Sportarten kennenlernte, die ihm bisher fremd waren. Mit eher traditionellen Disziplinen begann die Ehrung: Barbara Roßmann bat Funktionäre und Aktive verschiedener Schützenvereine auf die Bühne, alphabetisch gereiht von ASG Mettenheim bis zu den Western-Freunden Flossing.

Unglaublich ist es, wie viele preisgekrönte Sportler der Landkreis aufweisen kann: Vom kleinen Kunstturner Juno Schelb, der mit sechs Jahren in Erlangen den ersten Platz im Mehrkampf sowie am Sprung und Barren erringen konnte, bis zu Heinz Löbel, der sich den 2. Preis bei den deutschen Minigolf-Meisterschaften für Senioren erkämpfte, von Emilia und Vincent Lampersberger – beide belegten den ersten Platz in der Karate-Disziplin Kumite – bis zu Prof. Stefan Corvid, der neben seinem Beruf als Urologe den 3. Platz bei der Europameisterschaft im Ski-Marathon erlaufen konnte.

Als Teilnehmerin des Ironman wurde Kerstin Troch geehrt, als Gewinner der in Abu Dhabi ausgetragenen Weltmeisterschaft im Spartan Race, einem Extrem-Hindernislauf der Zangberger Stephan Hammerl und als Steinstoßer beziehungsweise Gewichtwerferinnen Kemberto Gilnhammer sowie Eva und Daniela Rapolder aus Maitenbeth.

Auffallend bei der Ehrung waren die Anzahl der Geschwister und die erfolgreichen „Sportnester“ des Landkreises.

Aber auch die weniger siegreichen Vereine wurden in die Ehrung mit eingeschlossen. Denn, so Landrat Heimerl: „Zu einem guten Sportler gehört auch das Verlieren. Nicht nur der Sieg zählt, sondern vor allem auch das Wiederaufstehen nach einer Niederlage.“

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