Waldkraiburg – „Zeigt Unabhängigkeit! Bleibt laut und unbequem!“ Mehr als nur sichtbar bleiben: Das war das Fazit, das die UWG bei ihrer Jahresversammlung im Café Patini zog. „Unser Leitgedanke war und ist, mit unseren Zielsetzungen und unserer Arbeit eigenständig zu bleiben und uns unter keine übergeordnete Partei zu stellen“, so die Vorsitzende Kristina Pauli.
Es sei ein anstrengendes, intensives Jahr 2025 gewesen, das am 14. März mit der Nominierung von Kandidaten begann. Man startete im Juli eine Fahrradtour, nahm am Volksfest teil, lud zum Ferienprogramm „Tinanic“ im Rosenheimer Lokschuppen ein, ließ Waldkraiburg durch das Blumenzwiebelpflanzen blühen, beteiligte sich an den Faschingsumzügen in der Stadt und in Mühldorf, war aktiv beim Ramadama dabei, betrieb einen intensiven Wahlkampf und musste dann die bittere Niederlage erfahren, dass das Bürgermeisteramt wie auch sechs Stadtratssitze verloren gingen und man im Kreistag nur mit einer Stimme vertreten sei.
„Deswegen ist der Zusammenhalt mit einem aktiven Team und die rege Mitarbeit im Stadtrat unerlässlich“, so die Vorsitzende. Als wichtige Aufgabe sehe es die UWG, unter den 108 Mitgliedern besonders die Jüngeren aktiver einzubinden, intensiver Mitgliederwerbung zu betreiben und die Fraktionsarbeit besser zu präsentieren.
Im laufenden Kalenderjahr werde man am 16. Juni zu einer Nachlese einladen, am Sterntalerlauf und am Tag der Vereine auf dem Volksfest teilnehmen und den Christkindlmarkt mitgestalten.
Kassier Michael Heindl konnte von Einnahmen über 12.406 Euro und Ausgaben von 16.725 Euro berichten, was die Prüfer Herwig Schnobrich und Wolfgang Döring als einwandfrei bestätigten.
Über den Arbeitskreis „UWG aktiv“ berichtete anschließend dessen Leiter Klaus Penzenstadler. Dabei stehe die strategische Umsetzung der UWG-Interessen im Mittelpunkt: Sie müsste in der Bevölkerung mehr bekannt gemacht werden. Karin Bressel regte an, dass UWG-Sitzungsreporter an den Stadtratssitzungen teilnehmen sollten und Michael Mittermeier wird weiterhin die Social-Media-Präsenz des Vereins pflegen.
Zur aktuellen Fraktionsarbeit konnte deren Leiter Michael Steindl berichten, dass man in den vergangenen zwölf Jahren an 380 Sitzungen teilgenommen habe und dabei Frieder Vielsack und seiner Arbeit ein besonderes Lob gebühre.
Robert Pötzsch gab in seinem Schlusswort zu verstehen, dass er im heimischen Betrieb die Verwaltungsarbeit übernehme und seine Kreistagstätigkeit zum Wohl der Stadt ausüben werde: „Wir müssen junge Leute mehr einbinden und deutlich machen: Unabhängige Wählergemeinschaft bedeutet, sich nicht von übergeordneten Parteien bevormunden lassen. Seid laut und unbequem!“ fis