Die Stimmungslatte ganz hoch gelegt

von Redaktion

Beim Zeltranking auf dem Garser Volksfest landet die „Münchner Zwietracht“ auf Platz eins

Gars – Anfangs etwas zögerlich doch gegen Mittag war das Zelt beim Weißblauen Stammtisch auf dem Garser Volksfest voll. Schlager- und Volksmusik-Fans zog es nach Au.

Wo stimmungsmäßig die Messlatte liegt, das demonstrierte eindrucksvoll die Band „Münchner Zwietracht“. Seit 35 Jahren verkörpern die Musiker in ihrer „zweifachen Tracht“ eine wilde Mischung aus Wadenstrümpfen im Leoparden-Look, schwarzem und Naturleder, Schottenrock und Stimmungsliedern.

Mitklatschen
und mitsingen

Der Erfolg kommt selbst bei diesen Musikern nicht von alleine. Es war stets Arbeit, als der Sänger Chris Furtner immer wieder die Bühne querte, hüpfte und zum Mitklatschen und Mitsingen etwa bei der Bierhüttn-Gaudi und dem Oktoberfest-Medley aufforderte, und das mit Erfolg, so sehr, dass die Besucher sie am Ende auf Platz eins wählten. Mit Liebesliedern und Schlagern, auch von Heintje, sang sich sofort Roy Junior in die Herzen, ein elfjähriger Bub aus Belgien. Zum Muttertag durfte der Welthit „Mama“ nicht fehlen. Die Aufmerksamkeit war ihm gleich sicher und als er sich auch noch in Richtung Tanzschritte bewegte ging das begeisterte Publikum gleich mit. Der hohe Knuddelfaktor des Buben war dann auch der Grund, weshalb er bei der anschließenden Wertung nicht dabei war und stattdessen den „Kinderstar“-Preis fürs Regal daheim erhielt. Wer sich für das Talent interessiert, findet auf KiKA den Film „Roy singt Schlager“. Die Hits der weiteren Künstler quittierte das Publikum mit schunkeln, klatschen und winken. Andreas Schweighofer aus Deggendorf: „Alarmstufe SOS, ich bin verliebt“, außerdem „verloren und neu geboren“.

Das Duo „Mosaique“, das sind Gabi und Ralf Kleisinger, hatte viel Melodie dabei, auch teils melancholisch, und ein Trostlied: „Wenn du einmal Sorgen hast, dann denk an Shangri-La“, ein fiktiver Ort für Harmonie. Ihr neuer Hit „Diese kleine Melodie“ war auch dabei. Udo Alexander gewann bereits den Roy- Black-Doppelgänger-Wettbewerb. Hier dachte auch er an den Muttertag „Spiel auch einmal für mich“. Zum Schunkeln klang „Sag noch mal ich lieb dich, sag es mit Gefühl“.

Die Moderatoren machten kein Geheimnis daraus, warum sie immer wieder nach Gars kommen, obwohl „der Festwirt die letzten Jahre gefühlt 15-mal gewechselt hat“. Der Grund dafür seien die beiden Bürgermeister Robert Otter und dessen Stellvertreterin Hildegard Brader. Beide setzen sich für das Volksfest so weit ein, dass alle vom Wirt bis zum Moderator nur lobende Worte für die scherzhafte Bezeichnung „Marianne und Michael der Kommunalpolitik“ fanden. Denn die beiden singen auch.

Eigentlich, so Robert Otter, hätte man es bei zwei Liedern belassen wollen, doch seine Gesangspartnerin habe noch spontan einen Einfall gehabt: „Robert, i hol di mit dem Traktor ab“ als verbesserte Version des Klassikers von Wolfgang Fierek.

Zugabe
„Gars is schee“

Dafür gab es Applaus, genauso für die Zugabe „Gars is schee“. Dabei bekannte der Bürgermeister auch, dass es ohne die Vermittlung des Moderators schlecht fürs Volksfest ausgeschaut hätte, denn er habe den Kontakt zur Wirtsfamilie Zeiler nach Simbach hergestellt.

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