CSU toleriert ÜWG und UO-UH

von Redaktion

Statt hitziger Schlacht im Gemeinderat ein harmonisches Nebeneinander

Mettenheim – Der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Mettenheim, Josef Eisner (CSU), trat zur Kommunalwahl 2026 erneut an und wurde wiedergewählt. Da er diese Funktion in der neuen Wahlperiode im Hauptamt ausüben wird, ließ sich der Amtsinhaber bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates durch das älteste Ratsmitglied, Johann Auer, vereidigen.

Eisner nahm anschließend den neu gewählten Gemeinderäten im 16-köpfigen Führungsteam im gut besetzten Ratssaal ihren Amtseid ab, so Christoph Drabke („Unser Ort – Unsere Heimat“/UO-UH), Thomas Frauendienst (JU), Matthias Heiml (CSU), Franz Hinmüller (UO-UH), Christian Schmid (UO-UH), Ralf Schmidt (CSU), Stephan Sinnhuber (CSU) und Martin Strasser (UO-UH).

Laut der 16 Punkte umfassenden Tagesordnung galt es nun, auf der ersten Gemeinderatssitzung zwei Stellvertreter für das Amt des Bürgermeisters vorzuschlagen. In geheimer Wahl unterbreiteten neun Gemeinderäte mit CSU- bzw. JU-Mandat, vier mit UO-UH-Mandat sowie drei mit ÜWG-Mandat ihre Vorschläge zur Neubesetzung der beiden Ämter, wobei jeder Anwärter über die Hälfte der Stimmen auf sich vereinen musste.

Bei der Wahl zum Zweiten Bürgermeister setzte sich Ambros Seelos (CSU) durch. Als Gegengewicht schickte die erstmals im Wahlkampf angetretene, überparteiliche Wählergruppierung „Unser Ort – unsere Heimat“ ihren Vorsitzenden Christoph Drabke ins Rennen, um die zweite Bürgermeisterstelle zu besetzen. Die CSU entschied die Wahl mit 13:4 Stimmen klar zu ihren Gunsten. Ein ähnliches Szenario spielte sich bei der geheimen Wahl zum Dritten Bürgermeister ab. Da brachte die CSU neun Stimmen für ihren Kandidaten Johann Schaumeier zusammen, die Überparteilichen Wählergruppen drei Stimmen für Florian Gaspar (ÜWG) und fünf für Martin Strasser (UO-UH).

Damit gingen die Überparteilichen wegen der Stimmenverteilung bei der Besetzung wichtiger politischer Ämter wieder leer aus. Dafür sicherte sich die CSU alle Bürgermeister-Posten und ist auch in den Ausschüssen, an wichtigen Schaltstellen der Kommunalpolitik, gut vertreten. Bürgermeister Josef Eisner vereidigte schließlich als Zweiten Bürgermeister Ambros Seelos (CSU) und als Dritten Bürgermeister Johann Schaumeier (CSU). Hatten die OVB-Heimatzeitungen bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren die Bürgermeister-Stichwahl in der Gemeinde Mettenheim als „hitzige Angelegenheit“ beschrieben, so verlief das Wahlprozedere diesmal deutlich friedlicher.

Der neue Gemeinderat vertagte die Neufassung der Geschäftsordnung. Einig waren sich jedoch alle, dass sich die Mitglieder weiterhin am ersten Dienstag im Monat zu noch festzulegenden Zeiten zur Sitzung im Rathaussaal treffen. Angefragt wurde wegen einer Onlineteilnahme an den öffentlichen Gemeinderatssitzungen, inklusive Prüfung einer möglichen, finanzierbaren Beteiligung per Live-stream.

Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte die Annahme einer Sachspende in Gestalt zweier Kinderbusse für die Kinderkrippe in der Kinderwelt St. Michael Mettenheim. Der Verein stellt für Familien und Kinder in Not in der Aktion Sterntaler Waldkraiburg und Umgebung Geld in der Höhe von 4.200 Euro zur Verfügung.

Es wurde auch die Ersatzbeschaffung und Montage von vier dringend benötigten Lichtmasten diskutiert, aber noch nicht entschieden. Im Weiteren wurde die Ehrung der ausgeschiedenen Gemeinderatsmitglieder für ihre oft langjährige Tätigkeit zum Nutzen der Gemeinde beschlossen.

Ausschüsse neu besetzt

Artikel 1 von 11