Mühldorf – Die Jugendfeuerwehr im Landkreis Mühldorf veranstaltete eine Weiterbildungsmaßnahme unter dem Motto „Jugendwart – eine wichtige und vielseitige Aufgabe in der Feuerwehr“. 24 Jugendbetreuer aus zwölf Feuerwehren haben an diesem Tagesseminar im Feuerwehrausbildungszentrum in Mühldorf teilgenommen.
Zu Beginn stellten sich die Teilnehmer kurz vor und formulierten ihre Erwartungen an die Veranstaltung. Die beiden Kreisjugendwarte Michael Matschi und Markus Lippacher erläuterten die verschiedenen organisatorischen Aufgaben eines Jugendwartes.
So müssen Jugendliche eine Beitrittserklärung von den Eltern unterschreiben lassen, bevor sie der Feuerwehr beitreten können. Um den vollen gesetzlichen Unfallschutz zu erhalten, sollte jede Gruppe eine Jugendordnung nach den Vorgaben der Jugendfeuerwehr Bayern haben, in der ihre Aufgaben und Ziele festgelegt sind.
Bei Veranstaltungen der Feuerwehr oder beim Besuch eines Festes ist die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes ein absolutes Muss. Jeder Jugendliche erhält ein Dienstbuch und einen Mitgliedsausweis der deutschen Jugendfeuerwehr, in denen alle Prüfungen, Abzeichen, Ausbildungen und Ehrungen dokumentiert werden. Der Jugendwart plant seine Übungen in einem Jahresplan, besucht Dienstversammlungen und Fortbildungen, betreibt Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung, kümmert sich um die Finanzen seiner Jugendfeuerwehr und erstellt am Ende des Jahres eine Statistik über seine Mitglieder und aller Aktivitäten in einem Onlineportal der deutschen Jugendfeuerwehr. Kreisbrandinspektor Bernd Michel gab den Teilnehmern einen Überblick über die Modulare Trupp-Ausbildung, in der die Feuerwehranwärter ab dem 16. Lebensjahr in einem einheitlichen Ausbildungskonzept in zwei Stufen auf den späteren Einsatzdienst vorbereitet werden. Die bayerische Jugendleistungsprüfung sollte von jedem Feuerwehranwärter zwischen dem 14. und 18. Lebensjahr als Nachweis der Grundausbildung abgelegt werden. In einem Praxisteil wurde den Jugendwarten in einer Stationsausbildung gezeigt, wie man diese Prüfung am besten vorbereitet.
Fachbereichsleiter Wettbewerbe Andreas Linner stellte in seinem Unterricht den Bundeswettbewerb und den Internationalen Jugendwettbewerb anhand mehrerer Filme und einer Präsentation vor. Markus Lippacher brachte den Teilnehmern die Jugendflamme und Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr sowie den bayerischen Wissenstest näher. Zum Abschluss moderierte Kreisjugendwart Michael Matschi eine Feedback-Runde und überreichte die Teilnahmebestätigungen. mam