Beeindruckende Kraftprobe

von Redaktion

Einen 25 Tonnen schweren Laster einen Berg hochzuziehen war die Aufgabe, die ein Stammtisch in Lohkirchen gestellt hatte. Viele waren mit ihren Maschinen gekommen, um sich dem Wettstreit zu stellen. Der kräftigste Traktor kam am Ende aus Vilsbiburg.

Lohkirchen – Kuriose Ideen entstehen meistens am Stammtisch. In diesem Fall waren es die „Würfelfreunde Habersam“, die sich fragten: „Wie viel Kraft steckt tatsächlich unter der Haube der unterschiedlichsten Traktoren?“ Egal, welches Baujahr oder welcher Hersteller. Und so entschied man sich für den offenen Wettkampf.

Die Aufgabe: Ein 25 Tonnen schwerer Lastwagen sollte einen 400 Meter langen Hügel hinaufgezogen werden. Das wollten sich 35 Teilnehmer nicht entgehen lassen, die mit ihren bis zu 517 Pferdestärken schweren Zugmaschinen nach Sametsham gekommen waren, um sich zu messen.

In sechs PS-Klassen wurden die Bulldogs eingeteilt, deren Geburtsjahre bis ins Jahr 1974 zurückreichten. Der 52 Jahre alte Case IHC 946 (85 PS) von Josef Lohmaier aus Obertaufkirchen stellte in der kleinsten Klasse bis 110 PS dann auch alle anderen in den Schatten. Er zog den 25-Tonnen-Laster in einer Zeit von 1:09 Minuten den Berg hoch.

Auf exakt die gleiche Zeit brachte es Sebastian Winterer aus Schönberg, der mit seinem Steyr CVT 6135 (137 PS/Baujahr 2004) die Klasse bis 150 PS dominierte. Mehr Leistung bringt auch mehr Geschwindigkeit, wie der aus Amerang angereiste Marinus Lohmeyer unter Beweis stellte. Mit seinem Case Magnum 7220 Pro (Baujahr 1998/190 PS) zog er den Laster in nicht einmal einer Minute (56 Sekunden) den Berg bei Sametsham hinauf. Damit blieb er mit 15 Sekunden Vorsprung deutlich vor der Konkurrenz in der Klasse bis 190 PS.

In den weiteren Klassen waren es Fendt-Traktoren, die nicht zu bezwingen waren. In der Klasse bis 250 PS ließ Stefan Heizinger aus Lohkirchen nichts anbrennen, zog mit seinem Fendt Favorit 924 Vario (Baujahr 2001/240 PS) den Lastwagen in 1:01 Minuten zum Ziel. Sein Vorsprung gegenüber dem Zweiten, Martin Wagner aus Mühldorf (John Deere 6250/Baujahr 2021/250 PS), war allerdings denkbar knapp. Nur zwei Sekunden machten am Ende den Unterschied aus.

Nur zwei Traktoren gingen in der Klasse bis 300 PS an den Start. Markus Langmüller aus Neumarkt-St. Veit war mit seinem Fendt 936 (Baujahr 2008/263 PS) in 1:03 Minuten den Berg hochgeklettert. Auf 1:22 Minuten brachte es Norbert Wagner aus Lohkirchen mit seinem John Deere 82285 R (Baujahr 2012/285 PS).

In der Klasse ab 301 PS dominierte Andreas Englbrecht aus Vilsbiburg, der mit einem Fendt 1050 (Baujahr 2024/517 PS) den Berg in exakt 50 Sekunden bewältigte. Der Vilsbiburger Franz Englbrecht platzierte sich knapp dahinter (56 Sekunden) mit seinem Claas 5000 (Baujahr 2023/508 PS).

Als besonderes Schmankerl hatten die Organisatoren des Spektakels einen Leistungsprüfstand aufgebaut, an dem die Bulldogfreunde maximale Zapfwellenleistung in Pferdestärken messen konnten. Hier überraschte der Nußdorfer Marco Tröbs mit seinem Case IHC 1246, der mit dem Baujahr 1979 nicht zu den Jüngsten im Wettbewerb zählte.

Laut Fahrzeugschein beträgt die Leistung des Case 120 PS. Am Leistungsprüfstand beeindruckte der Case dann aber mit einer Leistung von 343 PS. Eine Abweichung von immerhin knapp 186 Prozent. Damit stand der Nußdorfer als Sieger in diesem Wettbewerb fest.

Dass ein gewöhnlicher BMW mit einem 25-Tonner überfordert sein könnte? Wer daran zweifeln sollte, den belehrte Johannes Mayer aus Neumarkt-St. Veit eines Besseren. Scheinbar mühelos zog auch der X5, Baujahr 2005, mit seinen 218 PS den 25-Tonner den Sametshamer Berg hinauf.

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