Wenns ums Gwand von da Damenwoid gehd, dann san de Möglichkeiten weit und meistens unerreicht. Wenn a Frau sagd: „Sie hod koa Gwand“, dann woas da zuagwiesne Ehegatte oda Lebensabschnittsgefährte glei , wo de Barteline de Spätlese hoid. Gwand mid an tieafn „a“ auwsgsprocha is de Gesamtheit olla
Röcke, Blusen, Kleidl und Schürzn, de se im Kleidaschrank da bestn Ehefrau von olle finden lassen. Wennst dann no den Fehla machst und sagsd: „Die Kleideschrank is eh randvui,
de werst da scho was finden“, dann kehrsd da Katz, so schnoi konnst gar ned schaun. Bei der Gefechtslage is ah sehr diplomatisches „ wennst moanst“ vui
eha zielführend, ois a negative Grundhaltug zu an neua Gwand. Wenn dann dem Mannsbuid no a Buidl von dem neua Kleidl direkt vor de Nasn ghoidnn werd, dann is ah gebührende Begeistarung verpflichtend. Wenn ma aba des „a“ kurz und schnoi ausspricht, dann kriagd des Gwand glei ah ganz andas Gsicht. Denn des Adjektiv „gwandt“ hoaßt im normala Sprachgebrauch „anstellig und geschickt“. „Des is ah ganz a Gwandte“, is ah Auszeichnung und ah ganz ehrlichs Lob für ah Mitglied da Damenwoid.
Es fast normal, dass in da boarischn Sprach oa Begriff für zwoa ganz undaschiedliche Begriffe herhoidn muass. Beim Gwand gehd des sogar no weida. Ah a Umstand ko „gwandt“ sei, nämle im Sinne von „vortrefflichn oda parktisch“. Komisch is nua, dass de femininen und neutraln Formen von gwandt“ häufig,
die maskulinen aba eha ungebräuchlich san, des soid da Mannawoid aba do zum Denga gem.