Die Weichen für die Zukunft gestellt

von Redaktion

In der ersten Sitzung des Ampfinger Gemeinderats wurden die Weichen für die nächsten sechs Jahre gestellt und wichtige Personalentscheidungen getroffen. Bürgermeister Josef Grundner blickt trotz Krisen optimistisch in die Zukunft, obwohl eine Wahl knapp ausfiel.

Ampfing – „Jetzt geht es los.“ Mit diesen Worten beschloss Bürgermeister Josef Grundner (CSU) nach gut einer Stunde die konstituierende Sitzung des Gemeinderats Ampfing. Eine Sitzung, die schon vor ihrem offiziellen Beginn den ersten internen Termin hatte: das traditionelle Gruppenfoto des Gemeinderats.

„Den Start haben wir schon mal gut hingebracht“, freute sich Grundner, als er im Nebengebäude des Zitzmerstadls die erste öffentliche Sitzung eröffnete. „Es ist ja eine besondere Sitzung.“

Den Anfang machte die gemeinsame Vereidigung der neuen Gemeinderäte: Thomas Breitner (CSU), Josef Gassenhuber (CSU), Stefan Hartinger (UWG), Rupert Preintner (UWG) und Katharina Stöger (Grüne).

Anschließend stand die Wahl des Zweiten und Dritten Bürgermeisters an. Hier setzten die Gemeinderäte die Tradition von zwei Stellvertretern fort. Mit 18 von 21 Stimmen wurde Günter Hargasser (CSU) erneut zum Zweiten Bürgermeister gewählt; drei Stimmen bekam Ottilie Gantenhammer (CSU). „Ich werde das Amt so weiterführen wie die letzten sechs Jahre“, sagte Hargasser.

Bei der Wahl zum Dritten Bürgermeister setzte sich Michael Hell (UWG) mit elf Stimmen durch; hier erhielt Gantenhammer neun Stimmen und Thomas Naglmeier (UWG) eine. Hell dankte für das Vertrauen und versprach: „Ich werde Euch nicht enttäuschen.“

Ohne Diskussionen und einstimmig fielen dann alle weiteren Entscheidungen. Es gibt sieben Referenten, die künftig alle zwei Jahre einen Bericht über ihre Tätigkeit abgeben sollen. Diese Berichte sollen zudem auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht werden.

Zu Referenten wurden bestimmt: Ottilie Gantenhammer (Jugend und Familie), Silke Wimmer (UWG, Schule und Bildung), Rainer Himmelsbach (SPD, Sport und Vereine), Dieter Steinböck (CSU, Soziales, Senioren und Behinderte), Stefan Gillhuber (CSU, Bau, Wirtschaft und Verkehr), Rupert Preintner (Umwelt, Landwirtschaft und Energie) sowie Hans-Peter Kohlschmid (CSU, Kultur und Ehrenamt).

In Ampfing gibt es weiter einen Haupt- und Finanzausschuss sowie einen Bau- und Umweltausschuss. Die haben neben Bürgermeister Grundner acht Mitglieder. Vier stellt jeweils die CSU, zwei die UWG und je einen die Grünen sowie die Fraktionsgemeinschaft der SPD und der FDP.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hat weiterhin sieben Mitglieder. Hier hat die CSU drei Sitze und stellt mit Alexander Eisner den Vorsitzenden. Die UWG hat zwei Sitze und stellt mit Katrin Trautmannsberger die stellvertretende Vorsitzende. Die Fraktionsgemeinschaft SPD/
FDP hat einen Sitz.

Gantenhammer (Vertreter Josef Steinberger, CSU) und Silke Wimmer (UWG, Naglmaier) werden neben Bürgermeister Grundner in die Schulverbandsversammlung der Mittelschule Ampfing entsendet.

Die monatliche Entschädigung der Gemeinderäte beträgt zukünftig 75 Euro; das Sitzungsgeld 20 Euro.

Bürgermeister Grundner und sein Stellvertreter Hargasser wurden erneut dazu befugt, Ehen und Lebenspartnerschaften zu schließen.

„Ich wünsche uns eine offene und konstruktive Zusammenarbeit“, sagte Grundner zum Abschluss der Sitzung und erinnerte die Gemeinderäte daran: „Ihr seid die Vertreter des Volkes.“ Die nächsten sechs Jahre böten sicher große Herausforderungen, zumal sich die weltweiten Krisen bis in die kleinste Kommune auswirken.

Wichtige Themen sind, so Grundner, in Ampfing in den nächsten Jahren die begonnene Sanierung des Rathauses, die kommunale Wärmeplanung, die Weiterentwicklung des Ortskerns, die Sanierung der Grundschule sowie neue Bau- und Gewerbeflächen. „Der Bedarf ist dafür da.“ Grundner war aber zuversichtlich: „Wir bekommen das hin. Auf eine gute, erfolgreiche Zusammenarbeit.“

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