Tödlicher Arbeitsunfall in Agrarfirma

von Redaktion

Zu einem tragischen Arbeitsunfall ist es am vergangenen Samstag, 16. Mai, in einem Agrarunternehmen in Mühldorf gekommen. Ein 51-jähriger Arbeiter wurde dabei tödlich verletzt.

Mühldorf – Der Vorfall ereignete sich am Samstagvormittag. Viele Einsatzkräfte befanden sich zu diesem Zeitpunkt beim Blaulichttag auf dem Mühldorfer Volksfestplatz, als plötzlich die Piepser der anwesenden Einsatzkräfte Alarm gaben (siehe nächste Seite). Die Floriansjünger fackelten nicht lange, tauschten Anzug und Krawatte gegen die Einsatzkleidung und machten sich umgehend auf den Weg nach Mühldorf Hart.

Gegen 11.20 Uhr war über die Integrierte Leitstelle Traunstein zunächst ein schwerer Arbeitsunfall mitgeteilt worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen fand ein Mitarbeiter eines technischen Betriebs in Mühldorf seinen 51-jährigen Kollegen zwischen mehreren Metallgegenständen eingeklemmt.

„Der Mann hatte seinen Kollegen verlassen, kam nicht mehr zurück. Als dieser nach einiger Zeit nach ihm suchte, fand er ihn leblos vor“, heißt es dazu von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Er sei nicht mehr ansprechbar gewesen. Von einem „brutalen Gewicht“ ist die Rede, das auf den Körper eingewirkt und offenbar zu den tödlichen Verletzungen geführt habe.

Die ersten Maßnahmen vor Ort erfolgten durch die örtlich zuständige Polizeiinspektion Mühldorf am Inn. Noch an der Unfallstelle übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die weiteren Ermittlungen. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wird zudem ein Gutachter eingebunden.

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung bekannt gibt, liegen derzeit keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder die Beteiligung Dritter vor. Die Ermittlungen dauern an.

Dass die Feuerwehrleute trotz des Blaulichttages voll einsatzfähig waren, lag an der perfekten Vorplanung für diesen Blaulichttag. Wie Martin Strasser, Kommandant der Feuerwehr Mühldorf, auf Nachfrage mitteilt, seien im Vorfeld die jeweiligen Mannschaften für die dann eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge festgelegt worden. Jeder habe also gewusst, was zu tun wäre im Falle einer Alarmierung. Jeder hatte seine Ausrüstung dabei. Tatsächlich dauerte es dann nur wenige Minuten, bis sich der Kommandowagen aus Mößling, die beiden Hilfeleistungslöschfahrzeuge aus Mößling und Mühldorf sowie der Rüstwagen aus Mühldorf zur technischen Hilfeleistung auf den Weg gemacht haben. Auch die Drehleiter verließ den Blaulichttag, wurde nachalarmiert, nachdem auch von abfallenden Gegenständen von einem Kran die Rede gewesen sei.

Wenig später machte sich auch das Fahrzeug des Kriseninterventionsteams vom Blaulichttag aus auf den Weg zum Unfallort.

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