Engelsberg – Bei der Gemeinderatssitzung befassten sich die Gemeinderäte unter anderem mit dem Bauantrag von Konrad Bernhart, der an der Bischof-Göbl-Straße ein Vierfamilienhaus errichten möchte. Lackner gab eingangs der Diskussion gleich an, dass Bedenken der Nachbarschaft eingegangen sind bezüglich der Größe des Hauses, der Lage und der Parkplätze. Nicht alle Nachbarn haben den Bauplan unterschrieben.
Das Vorhaben wurde jedoch geprüft und mit dem Landratsamt abgesprochen, so Lackner, einige kleinere Überschreitungen des Bebauungsplanes lagen vor, wie die Höhe des Gebäudes oder die Dachbeschaffenheit des Carports oder bei der Geschossflächenzahl. Lackner meinte, dass man im Gemeinderat vergleichbare Bauvorhaben, die kleine Überschreitungen aufwiesen, stets genehmigt habe. Sepp Göbl (FW) sagte, er könne die Bedenken der Nachbarn verstehen, weil hier ein Einfamilienhaus geplant gewesen sei und die Abstandsflächen größer sein müssten. Er schlug vor, dass sich der Bauausschuss dies vor Ort ansehen sollte.
Bürgermeister Lackner konnte das nicht ganz nachvollziehen, die Abstandsflächen bringt der Bauwerber her und auch Geschäftsleiter Christian Blickberndt widersprach, hier sei kein Einfamilienhaus geplant gewesen, laut Bebauungsplan handle es sich um Einzelhäuser. Gemeinderat Marco Dorfner (FW) meinte, ein „mittiger Standort“ auf dem Grundstück wäre auch für die Nachbarn besser. Auch damit konnte sich Lackner nicht anfreunden, er wiederholte, dass der Bauwerber auf diesem Grundstück das entsprechende Baurecht für ein Vierfamilienhaus habe, was sollte da ein Besichtigungstermin bringen? Auch Gemeinderat Franz Gsinn (FW) sah keine Möglichkeit, den Antrag abzulehnen, zumal das Baurecht das hergibt. Gemeinderat Andreas Bichler regte an, das Gebäude sollte etwas verschoben werden. Blickberndt machte noch einmal deutlich, dass die Abstandsflächen eingehalten sind und Lackner meinte, dass man das mit der Gebäudeverschiebung dem Bauwerber vorschlagen könne, falls das unkompliziert gehen würde.
Nun schaltete sich auch Gemeinderat Martin Reichtalhammer (UBL) in die Diskussion ein. „Da reden wir seit Jahren von Nachverdichtung und Wohnraumbeschaffung und jetzt stellen wir uns so an.“ Er schloss sich der Meinung von Gsinn an, dass es keine Handhabe gäbe, dies abzulehnen.
Sepp Göbl wollte weiterhin eine Lösung haben, mit der auch die Nachbarn leben können, das Gebäude solle einige Meter weiter nach vorne! Und er forderte, dass der Bauausschuss dies anschauen muss. Gemeinderat Stefan Freutsmiedl sagte, dass in dem Rundell ohnehin schon so viele parken, das muss ebenfalls geregelt werden. Einen Ortstermin lehnte Lackner ab, er fragte sich, was das denn bringen sollte.
Dann wurde der Antrag zur Abstimmung gebracht, mit drei Gegenstimmen wurde er genehmigt. gg