Buchbach – Im Kulturhaus fand die konstituierende Sitzung der Kreisverbandsversammlung für den Bayerischen Gemeindetag statt. Bürgermeistersprecher Thomas Einwang hatte alle Bürgermeister aus dem Landkreis eingeladen, und die Versammlung war nahezu vollständig. Einwang stellte den Markt Buchbach anhand einiger Zahlen vor. 3.400 Einwohner, 60 Vereine und einige sehr erfolgreiche Firmen machen den Markt Buchbach zu einem sehr lebendigen Ort.
Die auftretenden Herausforderungen für einen Bürgermeister ähneln denen der anderen Landkreisgemeinden. Ein neuer Bauhof wurde gebraucht und die Kläranlage ist sanierungsbedürftig. Den Bayerischen Gemeindetag stellte Referentin Jennifer Hölzlwimmer vor. Am Sitz der Geschäftsstelle in München-Schwabing kümmern sich 20 Personen um die Belange der bayerischen Gemeinden. Mit 2.056 Gemeinden ist er der mitgliederstärkste kommunale Spitzenverband. Dabei ist die kleinste Gemeinde Chiemsee mit 172 Einwohnern und das größte Mitglied ist Neu-Ulm mit über 62.000 Einwohnern.
Das beziffert auch die Bandbreite an unterschiedlichen Interessen. Der Verband bündelt sie und tritt dafür ein. Die Arbeit des Verbands steht auf drei Säulen: Interessenvertretung der Gemeinden, Schulungen und Beratung. Außerdem gibt er ein Magazin heraus, wendet sich mit Rundschreiben an die Mitglieder und ist über Social Media erreichbar. „Mit den anstehenden Neuwahlen wird ein Vertreter für den Landkreis Mühldorf bestimmt, der zur Landesversammlung entsandt werden kann,“ so Hölzlwimmer.
Bürgermeister Thomas Einwang betonte, als Kreisvorsitzendem war ihm wichtig, einen aktiven Kreisverband zu haben, bei dem er als Sprecher der Bürgermeister fungierte, nicht als Chef. Schatzmeister Robert Pötzsch gab den Kassenbericht und erklärte, finanziell sei es immer aufwärts gegangen. Er konnte einstimmig entlastet werden.
Ebenso einstimmig wurde die neue Geschäftsordnung abgestimmt.
Landrat Heimerl prangert
Gesundheitspolitik an
Die Neuwahl des Vorstands wurde von Jennifer Hölzlwimmer geleitet und von Erwin Baumgartner sowie Sebastian Winkler unterstützt. Der einzige Wahlvorschlag, Thomas Einwang, wurde einstimmig angenommen. Als stellvertretende Vorsitzende wurde die Heldensteins Bürgermeisterin Antonia Hansmeier gewählt. Einstimmig gewählt wurden die Beisitzer, Mühldorfs Bürgermeisterin Claudia Hungerhuber, der Bürgermeister von Zangberg Georg Auer und Dr. Florian Haas, der Bürgermeister von Haag. Für den Planungsausschuss wurden Thomas Einwang und Antonia Hansmeier, Florian Haas und Claudia Hungerhuber einstimmig per Akklamation bestellt. Für LAG Mühldorfer Netz wurden Antonia Hansmeier und Dr. Florian Haas entsandt, ebenfalls einstimmig und per Akklamation.
Ein Grußwort sprach Landrat Max Heimerl. Er hatte aktuelle Nachrichten aus der Landkreispolitik im Gepäck. Die neuen angestrebten Einsparungen in der Gesundheitspolitik von Gesundheitsministerin Nina Warken träfen den Landkreis und das Kreiskrankenhaus mit Millionendefiziten. „Wir können das in der Form nicht mehr schultern“, so der Landrat, „sie müssen uns die Gelegenheit geben einzusparen, sonst schlägt es auf die Krankenhäuser durch“, warnte er und zielte auf einen Bürokratieabbau ab.
Thomas Einwang sprach als Kreisvorsitzender die Ehrungen für die scheidenden Mitglieder aus. Geehrt wurde für ihre Unterstützung als Beisitzerin die ehemalige Bürgermeisterin von Haag, Sissi Schätz. Sie hatte den westlichen Landkreis vertreten. Geehrt wurde auch der ehemalige Bürgermeister von Waldkraiburg, Robert Pötzsch, der als Beisitzer die Kassengeschäfte übernommen hatte. Der ehemalige Bürgermeister von Neumarkt-St. Veit, Erwin Baumgartner, wurde als stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender geehrt. Er hatte die Städte vertreten.