Ah oide Pfingstlegende erzoid, wia de Pfingstrosen (Päonien) zu eahnan Nama kemma san. Ois Jesus durch Galiläa zog, lebte dort ah Frau, moi werds Magdalena, moi Ruth gnennd. Sie war gern seine Jüngerin worn, doch des is ned ganga, weils Kinda ghabd hod und vaheirat wars ah.
Ois von an Jünga erfahren hod, dass Jesus gstorm is, war da Frau volla Traua und Schmerz und is zum Woana in den Rosengartn ganga. Da Zachal (Tränen) san grad glaufa. Do plötzlich is ihra ganz lind ums Herz worn und sie hod a wundabare Musik ghörd.
Ois da Jünga des nächsde Moi bei ihra vorbeigschaud hod, hod er ihre vazoid, dass da Jesus auferstandn und in den Himme gfahrn is. Er hod ah gwussd, dass se beim erstn Pfingstfest 3.000 Menschen daufa lassn ham.
Da Frau is wieda in ihrn Rosengartn ganga und hod ihre Augn ned traut, denn ihre Sträucha warn olle mit Rosen bedeckt. De Rosen warn aba ganz andas, denn koane von dene hod Dornen ghabd. Des warn de erstn Pfingstrosen und de gibds heid no. Weil Jesus de Dornen weggnomma hod. Jesus hod Leid in Freud vawandelt.
De Legende vom Pfingstochsn is ah ganz andane. Früha is a vierhaxigs Rindviech an Pfingsten gschmückt worn und soid füa Wachstum und Fruchtbarkeit sorgn. Pfingstochs hoaßd aba ah der, der se auffällig und sauba übatriem rausputz hod. Des konn ma ah zu Frauen sagn, wenn de übadekoriert san. Da is des wurscht, dass da Ochs zu Beginn seina Laufbahn ah männlichs Rindviech gwesen is.
Doch den Begriff „Pfingstochs“ gibds in Bayern ah no in oana drittn Ausgabe. Wer in da Familie am Pfingstsonntag ois Letzta aufsteht, der is und bleibt da Pfingstochs.
Nimma vui kennan in de Kircha des Pfingst- oda Heilig-Geist-Loch. Da san früha am Pfingstsonntag de Daum ausglassn worn und in da Kirch umanand gflogn. Des hod den „Heiligen Geist“ symnbolisiert. Von dem is ma aba obkemma, ned vom „Heiligen Geist“, sondan von de Daum, doch de Löcha gibds heid no.